Netflix Aktie: KI-Zukauf für 600 Mio. Dollar
Netflix übernimmt das KI-Unternehmen InterPositive von Ben Affleck, um seine Postproduktion zu optimieren. Der Deal folgt auf den geplatzten Warner-Bros.-Megakauf und unterstreicht einen strategischen Kurswechsel.

- Übernahme des KI-Startups InterPositive von Ben Affleck
- Fokus auf KI-gestützte Postproduktionswerkzeuge
- Starke Fundamentaldaten mit Rekord-Cashflow
- Strategischer Wechsel nach gescheitertem Warner-Deal
Netflix übernimmt InterPositive, das KI-Startup von Schauspieler und Regisseur Ben Affleck. Der Deal ist bis zu 600 Millionen Dollar wert – und kommt kurz nach dem geplatzten Warner-Bros.-Megadeal. Co-CEO Ted Sarandos hatte zuletzt betont: „Wir sind Erbauer, keine Käufer.“ Mit InterPositive setzt Netflix diese Aussage nun in die Tat um.
Was InterPositive einbringt
Das 2022 gegründete, 16-köpfige Unternehmen aus Los Angeles entwickelt KI-gestützte Postproduktionswerkzeuge. Das System analysiert vorhandenes Drehmaterial und ermöglicht es Filmemachern, Schnitt, Farbkorrektur, Beleuchtung und visuelle Effekte KI-gestützt zu verfeinern – ohne neue Inhalte zu generieren. Der Fokus liegt auf Workflow-Optimierung, nicht auf automatisierter Inhaltserstellung.
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Das gesamte Team aus Ingenieuren, Forschern und Kreativen wechselt zu Netflix. Affleck selbst übernimmt eine Rolle als Senior Adviser. Die Technologie soll Kreativpartnern von Netflix zugänglich gemacht werden, ein kommerzieller Verkauf ist nicht geplant.
Zum Vergleich: Netflix‘ bislang größte Akquisition war der Kauf der Roald Dahl Story Company für rund 700 Millionen Dollar.
Starke Fundamentaldaten, neues Wachstumsfeld
Der Zukauf fällt in eine Phase operativer Stärke. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um 17,6 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar. Die Mitgliederzahl überstieg 325 Millionen. Die operative Marge stieg auf 29,5 Prozent für das Gesamtjahr 2025, für 2026 peilt Netflix 31,5 Prozent an. Der freie Cashflow erreichte mit 9,5 Milliarden Dollar einen Rekordwert.
Besonders dynamisch entwickelt sich das Werbegeschäft: Die Werbeeinnahmen stiegen 2025 um mehr als 150 Prozent auf über 1,5 Milliarden Dollar. Für 2026 erwartet das Management eine Verdopplung auf rund 3 Milliarden Dollar. Der Gesamtumsatz soll zwischen 50,7 und 51,7 Milliarden Dollar liegen – ein Wachstum von 12 bis 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr, allerdings eine spürbare Verlangsamung gegenüber den zuletzt 17,6 Prozent.
Strategischer Kurswechsel nach Warner-Saga
Noch im Dezember 2025 hatte Netflix einen Deal zur Übernahme von Warner Bros. Discovery für 82,7 Milliarden Dollar angekündigt. Nach einem Bieterwettbewerb mit Paramount Skydance zog sich Netflix Ende Februar zurück und kassierte eine Ausstiegsgebühr von 2,8 Milliarden Dollar. Die Aktie legte daraufhin rund 24 Prozent zu – der geplante Schuldenberg hätte das Fremdkapital um das Fünf- bis Sechsfache erhöht.
Die InterPositive-Übernahme steht exemplarisch für den neuen Ansatz: gezielte, technologiegetriebene Zukäufe statt schuldenfinanzierter Großakquisitionen. Allerdings kommt der Deal zu einem sensiblen Zeitpunkt: Die Gewerkschaften der Film- und Fernsehbranche stehen vor einer neuen Verhandlungsrunde mit Studios und Streamingdiensten – darunter Netflix. Der Einsatz von KI in der Produktion dürfte dabei ein zentrales Streitthema sein.
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