Netflix Aktie: Mega-Deal wackelt
Die geplante Milliarden-Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Netflix wackelt, da Paramount ein höheres Barangebot vorlegt und Regulierungsbehörden Bedenken äußern.

- Paramount bietet höheren Barpreis pro Aktie
- US-Justizministerium prüft Fusion streng
- Aktivistischer Investor lehnt Netflix-Deal ab
- Netflix-Aktie verliert deutlich an Wert
Der 82,7-Milliarden-Dollar-Traum von Netflix droht zu platzen. Warner Bros. Discovery (WBD) prüft nach aktuellen Berichten ernsthaft, die Verkaufsgespräche mit dem Rivalen Paramount Skydance wieder aufzunehmen. Verliert der Streaming-Pionier den Kampf um diesen strategischen Zukauf auf den letzten Metern an die Konkurrenz?
Die Nervosität an der Wall Street ist greifbar. Das Board von Warner Bros. Discovery diskutiert aktiv über eine Rückkehr an den Verhandlungstisch mit Paramount Skydance, nachdem diese ihr Angebot deutlich nachgebessert haben. Bis zum 25. Februar muss WBD auf die neue Offerte reagieren. Für Netflix ist dies ein herber Rückschlag: Es ist das erste Mal, dass das Zielunternehmen ernsthaft abwägt, ob der bestehende Vertrag zugunsten eines besseren Deals aufgelöst werden sollte.
Paramount erhöht den Druck
Die finanziellen Argumente der Gegenseite wiegen schwer. Paramount Skydance bietet nun 30 US-Dollar pro Aktie in bar. Dies steht im direkten Kontrast zum Netflix-Angebot, das lediglich eine Bewertung zwischen 21,23 und 27,75 US-Dollar vorsieht und zudem von der unsicheren Finanzlage bei der Abspaltung abhängt.
Um Zweifel auszuräumen, legt Paramount noch nach: Der Konzern würde die 2,8 Milliarden Dollar Abfindungsgebühr übernehmen, die WBD bei einem Vertragsbruch an Netflix zahlen müsste. Zusätzlich lockt eine sogenannte „Ticking Fee“ von rund 650 Millionen Dollar pro Quartal, sollte der Abschluss nicht bis Jahresende erfolgen. Marktinsider berichten bereits von wachsender Zuversicht im Lager von Paramount, dass WBD den Netflix-Deal in Kürze kippen könnte.
Regulatorische Hürden wachsen
Neben der attraktiveren Konkurrenzofferte kämpft Netflix mit massivem Gegenwind durch die Behörden. Das US-Justizministerium (DOJ) sowie Wettbewerbshüter in Großbritannien und der EU unterziehen die geplante Übernahme einer strengen Prüfung. Politische Beobachter sehen kaum Fortschritte auf Regierungsebene, was den Zeitplan unkalkulierbar macht.
Gleichzeitig formiert sich Widerstand bei den Eigentümern. Der aktivistische Investor Ancora Holdings, der Anteile im Wert von fast 200 Millionen Dollar an WBD hält, lehnt die Netflix-Fusion ab. Die Argumentation: Das Angebot sei finanziell minderwertig und berge ein zu hohes regulatorisches Risiko.
Anleger ziehen die Reißleine
Die Unsicherheit hinterlässt tiefe Spuren im Kursbild. Die Netflix-Aktie verlor in der vergangenen Woche rund 6,5 Prozent und notierte zuletzt bei nur noch 76,97 US-Dollar. Vom 52-Wochen-Hoch im Juni 2025 bei über 134 US-Dollar hat sich das Papier damit weit entfernt. Der Markt preist das Risiko eines Scheiterns der Übernahme zunehmend ein.
Sollte sich Warner Bros. Discovery dazu entschließen, die Gespräche mit Paramount offiziell wieder aufzunehmen, greifen vertragliche Klauseln: Netflix muss informiert werden und erhielte die Gelegenheit, das eigene Angebot nachzubessern. Zwar ist für April noch eine Aktionärsabstimmung zur Netflix-Fusion angesetzt, doch die Entscheidung des Boards in den kommenden Tagen dürfte die Weichen endgültig stellen.
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