Netflix Aktie: Möglichkeit vertan?

Die geplante Mega-Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Netflix steht unter Druck: Ein Konkurrenzangebot von Paramount wurde verlängert und US-Regulierer kündigen eine strenge Prüfung an.

Die Kernpunkte:
  • Paramount verlängert feindliches Übernahmeangebot
  • US-Senat plant intensive Kartellrechtsprüfung
  • Netflix bietet reine Barzahlung für WBD
  • Hohe Schuldenlast nach Fusion befürchtet

Der geplante 82,7-Milliarden-Dollar-Deal um Warner Bros. Discovery gerät ins Kreuzfeuer. Während Netflix an der Übernahme festhält, verlängert ein Rivale sein feindliches Angebot und der US-Senat kündigt eine strenge Prüfung an. Droht der Streaming-Gigant sich an dieser Mega-Fusion zu verheben?

Rivalisierendes Angebot verlängert

Der Kampf um Warner Bros. Discovery (WBD) eskaliert. Paramount Skydance gab am Donnerstag bekannt, die Frist für das feindliche Übernahmeangebot bis zum 20. Februar 2026 zu verlängern. Mit einem reinen Barangebot von 30 US-Dollar pro Aktie versucht der Konkurrent, die bestehende Vereinbarung mit Netflix zu torpedieren. Zudem signalisierte Paramount die Bereitschaft, einen sogenannten „Proxy Fight“ zu initiieren, um dem eigenen Angebot gewogene Verwaltungsräte zu installieren.

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Netflix hatte sein Angebot erst am 20. Januar angepasst und bietet nun ebenfalls eine reine Bartransaktion im Wert von rund 27,75 US-Dollar pro Aktie, um WBD-Aktionären mehr Sicherheit zu bieten. Das Management von Warner Bros. Discovery stärkte Netflix zuletzt den Rücken und erklärte, dass über 93 Prozent der Aktionäre den Deal mit dem Marktführer favorisieren und Paramounts Avancen ablehnen.

Gegenwind aus Washington

Parallel wächst der regulatorische Druck. Der Unterausschuss für Kartellrecht des US-Senats bestätigte eine Anhörung für den 3. Februar 2026. Senator Mike Lee kündigte bereits eine „intensive“ Prüfung der Transaktion an. Im Fokus steht die Frage, ob die Zusammenführung des weltweit größten Streaming-Dienstes mit HBO Max und großen Filmstudios den Wettbewerb unzulässig einschränkt.

Solide Zahlen, hohe Schuldenlast

Während das M&A-Drama die Schlagzeilen beherrscht, rücken die Fundamentaldaten durch die Zahlen zum vierten Quartal 2025 etwas in den Hintergrund. Netflix steigerte den Umsatz um 18 Prozent auf 12,05 Milliarden US-Dollar und zählt nun über 325 Millionen Abonnenten weltweit.

Dennoch notiert die Aktie heute bei rund 84,13 US-Dollar unter Druck. Marktteilnehmer sorgen sich um die Bilanzstruktur nach dem Deal: Schätzungen zufolge könnte die Verschuldung des kombinierten Unternehmens auf etwa 92,4 Milliarden US-Dollar anwachsen – eine Last, die angesichts der vorsichtigen Prognose für 2026 schwer wiegt.

Die nächsten Wochen markieren die entscheidende Phase für die Transaktion. Am 3. Februar wird die Haltung der Regulierungsbehörden beim Senats-Hearing deutlich werden, bevor am 20. Februar die verlängerte Frist für das Konkurrenzangebot von Paramount ausläuft.

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