Netflix Aktie: Übernahme unter Aufsicht
Die geplante Milliardenübernahme von Warner Bros. Discovery durch Netflix steht unter strenger politischer und regulatorischer Beobachtung, während das Unternehmen seine finanzielle Stärke demonstriert.

- Senatsanhörung zu Wettbewerbs- und Marktmachtfragen
- Trump überlässt Entscheidung den Kartellbehörden
- Netflix legt nachgebessertes Barangebot vor
- Solide Quartalszahlen untermauern Finanzkraft
Netflix steckt mitten in einem der größten Konsolidierungs-Kämpfe der Medienbranche. Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery sorgt weiter für Gegenwind – diesmal mit einer Senatsanhörung, die den Deal politisch und regulatorisch in den Fokus rückte. Parallel signalisiert das Weiße Haus: Die Entscheidung soll bei den Behörden liegen.
Wichtige Eckdaten:
– Angebot: rund 82,7 Mrd. US-Dollar (Barangebot)
– Gebot: 27,75 US-Dollar je Aktie
– Aktionärsvotum bei Warner Bros. Discovery: voraussichtlich im März
– Netflix Q4-Umsatz: 12,1 Mrd. US-Dollar
– Bezahl-Abonnenten: 325 Mio.
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Senat prüft Wettbewerb und Marktmacht
In dieser Woche musste Netflix-Co-CEO Ted Sarandos vor dem Senats-Unterausschuss für Kartellrecht, Wettbewerbspolitik und Verbraucherrechte aussagen. Thema waren die wettbewerblichen Folgen der geplanten Transaktion. Senatorin Amy Klobuchar warnte laut CNBC, dass es „immer Bedenken für Verbraucher“ gebe, wenn der größte Spieler einer Branche noch größer werden wolle. Republikanische Senatoren äußerten ebenfalls Sorgen über mögliche Marktdominanz; Senator Mike Lee sagte, Netflix wolle „die eine Plattform werden, die alles beherrscht“.
Neben Sarandos sagte auch Bruce Campbell aus, Chief Revenue and Strategy Officer von Warner Bros. Discovery. Die Anhörung wurde live auf C-SPAN übertragen.
Trump will nicht eingreifen
Präsident Donald Trump erklärte gestern, er werde sich nicht in den Bieterstreit zwischen Netflix und Paramount Skydance um Warner Bros. Discovery einschalten. Laut CNBC sagte Trump in NBC Nightly News, er sei von beiden Seiten kontaktiert worden, habe aber entschieden, nicht beteiligt zu sein – das Justizministerium werde sich darum kümmern.
Damit rückt Trump von früheren Aussagen ab: Im Dezember 2025 hatte er angedeutet, der Deal „könnte ein Problem“ werden, unter anderem wegen einer möglichen hohen Marktbeteiligung von Netflix.
Angebot, Timing – und die regulatorischen Hürden
Netflix legte laut Reuters am 20. Januar ein nachgebessertes Barangebot vor. Mit 27,75 US-Dollar je Aktie soll das Paket eine konkurrierende, feindliche Offerte von Paramount Skydance abwehren. Ein Aktionärsvotum bei Warner Bros. Discovery über den Netflix-Deal wird laut CNBC (Faber Report) für März erwartet.
Welche Hürden stehen im Vordergrund? Im Kern geht es um Kartellbedenken in den USA und Europa – insbesondere um die Frage, ob ein Zusammenschluss zu mehr Kontrolle über Verbraucherpreise sowie über Zahlungen an Kreative, Produzenten und andere Content-Anbieter führen könnte.
Netflix untermauerte die finanzielle Seite des Plans zuletzt mit soliden Zahlen: Für Q4 2025 meldete der Konzern 12,1 Mrd. US-Dollar Umsatz und lag damit über den von Reuters genannten Analystenerwartungen (11,97 Mrd. US-Dollar). Die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg auf 325 Mio. nach 300 Mio. Ende 2024. Für 2026 stellte Netflix einen Umsatz von 50,7 bis 51,7 Mrd. US-Dollar in Aussicht und stoppte Aktienrückkäufe, um Cash für die Warner-Übernahme aufzubauen.
Als nächster fixer Termin gilt der Marktbeobachtung zufolge der nächste Quartalsbericht: am 15. April (geschätzt).
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