Netflix Aktie: Übernahme unter Druck

Netflix kämpft mit politischem Gegenwind und einem höheren Rivalengebot bei der geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery, während die Kartellprüfung das Hauptrisiko bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Trump kündigt Rückzug aus politischer Prüfung an
  • Paramount Skydance bietet 108 Milliarden Dollar
  • Senatsanhörung brachte parteiübergreifende Kritik
  • Aktie zeigt Minus von rund 12 Prozent

Netflix treibt die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery voran – doch gleich zwei Fronten machen den Deal kompliziert: politische Gegenwehr in Washington und ein deutlich höheres Konkurrenzangebot. Heute kam dabei eine wichtige Signalwirkung aus dem Weißen Haus. Das nimmt zwar etwas Hitze aus der Debatte, löst aber nicht das Kernproblem: die Kartellprüfung.

Wichtige Eckdaten auf einen Blick:
– Netflix-Angebot für Warner Bros. Discovery: 82,7 Mrd. US-Dollar (Cash)
– Feindliches Konkurrenzgebot: rund 108 Mrd. US-Dollar (Paramount Skydance)
– Schlusskurs gestern: ca. 80,16 US-Dollar
– Jahresperformance: rund -12%
– Börsenwert: ca. 338 Mrd. US-Dollar

Politischer Gegenwind – und Trumps Kurswechsel

Heute sagte Präsident Donald Trump in einem NBC-News-Interview, er werde sich nicht in die föderale Prüfung der Übernahme einschalten. Das ist eine klare Kehrtwende: Im Dezember 2025 hatte er noch angekündigt, bei der Entscheidung eine aktive Rolle zu spielen.

Die Einordnung kommt nur wenige Tage nach einer hitzigen Anhörung im Senats-Unterausschuss für Kartellrecht (3. Februar). Dort musste Co-CEO Ted Sarandos parteiübergreifend Kritik einstecken – vor allem zur Frage, wie sich eine Fusion auf Wettbewerb und „Content-Neutralität“ auswirken könnte.

Republikanische Senatoren, darunter Josh Hawley, konfrontierten Sarandos zudem mit Vorwürfen, Netflix-Inhalte würden bestimmte politische Ideologien fördern. Sarandos wies das zurück und erklärte, Netflix habe „keine politische Agenda“. Demokratische Abgeordnete setzten andere Schwerpunkte: Sie warnten vor einer stärkeren Konzentration am Arbeitsmarkt und vor weniger Auswahl für Konsumenten.

108 Milliarden Dollar: Das Rivalen-Angebot

Parallel zum politischen Ringen muss Netflix einen zweiten Gegner im Blick behalten: Paramount Skydance hat ein feindliches Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery über rund 108 Mrd. US-Dollar vorgelegt. Damit steht Netflix’ Angebot – obwohl als reines Barangebot attraktiv – unter zusätzlichem Druck.

Was steht für Netflix auf dem Spiel? Ein erfolgreicher Deal würde Netflix’ 325 Millionen Abonnenten mit der umfangreichen Inhalte-Bibliothek von Warner Bros. Discovery kombinieren und den Streaming-Markt spürbar verändern. Scheitert die Übernahme an Regulierung oder Konkurrenz, bliebe Netflix stärker auf das eigene Wachstum und das zuletzt ausgebaute Werbegeschäft angewiesen, um die Margen zu steigern.

Kursbild: Unsicherheit spiegelt sich wider

Die Aktie zeigte zuletzt die Nervosität rund um die Mega-Transaktion. Gestern bewegte sich der Kurs im Bereich 80 bis 81 US-Dollar. Die Bewertung ist zudem seit einem 10-zu-1-Aktiensplit im November 2025 angepasst.

Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 12% im Minus und hinkt damit dem Gesamtmarkt hinterher. Aus Sicht der Anleger prallen hier zwei Faktoren aufeinander: mögliche Synergien einer Übernahme – und das Risiko, dass Kartellbehörden den Deal stoppen.

Im Mittelpunkt stehen nun die Prüfungen durch Justizministerium (DOJ) und Wettbewerbsbehörde (FTC). Zudem wird für später im zweiten Quartal 2026 eine Aktionärsabstimmung bei Warner Bros. Discovery erwartet.

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