Netflix: Die Party kann weitergehen

Der Video-Streaming-Anbieter Netflix hat seine Anhänger und Analysten nicht enttäuscht. Gestern Abend nach Börsenschluss lieferte er Quartalsergebnisse ab, deutlich besser waren als erwartet. Allerdings zeigte sich auch, dass Netflix beim Wachstumstempo im Umsatz weiter nachlässt. Doch im Gegenzug konnte das Unternehmen bei den Zuwachsraten der Abonnenten deutlich besser abschneiden.

 

© Netflix
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Netflix, das gestern nach Börsenschluss, wie berichtet, einen 1-zu-7-Aktiensplit durchführte, konnte im vergangenen Quartal 6 Cents je Aktie verdienen. Das war zwar weniger als die split-adjustierten 16 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum, aber immer noch besser als die 4 Cents, mit denen die meisten Analysten gerechnet hatten.

Beim Umsatz verfehlte das Unternehmen haarscharf die Prognose und lieferte statt erwarteter 1,65 Mrd. Dollar „nur“ 1,64 Mrd. Dollar ab. Das war immer noch ein Umsatzplus zum Vorjahr um 23%. Doch wurde bemängelt, dass dies schon das dritte Mal hintereinander war, dass Netflix bei Quartalsberichten abnehmende Wachstumsraten beim Umsatz meldete.

 

Netflix gewinnt mehr Abonnenten als erwartet

Doch die Kritik blieb schwach. Denn bei den Abonnentenzahlen gab es nichts zu meckern. So konnte Netflix 3,28 Mio. neue Abonnenten für seine Streaming-Dienste gewinnen. Zum Anfang des Quartals hatte das Unternehmen intern noch mit einer Zielgröße von 2,5 Mio. neuen Abonnenten gearbeitet. Kein Wunder, dass man für das laufende 3. Quartal nun deutlich forscher ans Werk geht. So will man 3,55 Mio. neue Kunden gewinnen.

Und auch bei m Gewinnziel ist man optimistischer, als es bislang der Markt war. Denn der Konsens der Analysten geht derzeit von 5 Cents je Aktie im 3. Quartal aus. Netflix selbst hat nun ein Ziel von 7 Cents je Aktie ausgegeben. Und das, obwohl man weiterhin stark in den Aufbau seiner internationalen Angebote und auch seines Programmangebots investieren will.

 

Weitere Investitionen ins Programm

Ted Sarandos, seines Zeichens verantwortlich im Vorstand für die Programminhalte, machte klar, dass vor allem die eigenen Original-Serien einer der wichtigsten Schlüssel zum Erfolg bei den Abonnenten sind.

Entsprechend will man in die weitere Programmgestaltung investieren, so dass nach Auskunft von CEO Reed Hastings bis 2016 die internationalen Geschäfte zum Break-Even geführt werden können. Ab 2017 sollen dann signifikante Gewinne fließen.

 

Die Rallye kann weitergehen

Solche Aussichten werden an der Börse gefeiert. Zwar war Netflix während des regulären Handels eher schwach unterwegs und musste gut 2% abgeben. Doch nach der Veröffentlichung der Zahlen nach Börsenschluss schoss der Wert um 10% nach oben.

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Damit dürfte wohl alles gesagt sein. Die von uns avisierte Fortsetzung der Rallye kann nun kommen.

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