Netflix: Eine neue Medienwelt

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Das starke Kundenwachstum hat auch den Aktienkurs beim Video-on-Demand-Anbieter Netflix beflügelt. Während das Unternehmen derzeit neben dem US-Heimatmarkt auch den Rest der Welt erobern möchte, stellt sich jedoch die Frage, ob die sich aus der internationalen Expansion ergebenden positiven Aussichten angesichts der jüngsten Kursperformance nicht längst eingepreist sind. Gleichzeitig werden zahlungskräftige Konkurrenten wie Amazon das Feld nicht kampflos räumen.

Unter den US-Medienwerten konnte zuletzt eine interessante Entwicklung beobachtet werden, die gewissermaßen auch eine Art Wende signalisiert. Papiere von traditionellen Branchengrößen wie Walt Disney mussten zwischendurch deutliche Kursverluste hinnehmen, während sich zum Beispiel die Netflix-Aktie wesentlich besser schlagen konnte. Ein Grund sind die sich ändernden Gewohnheiten, mit denen Menschen heutzutage Filme oder Serien schauen. Statt auf die traditionellen Fernsehsender angewiesen zu sein, können Inhalte heutzutage im Internet zur gewünschten Zeit, überall und ohne Werbeunterbrechungen gestreamt werden.

 

Netflix verzeichnet starkes Kundenwachstum

Im zweiten Quartal konnte Netflix 3,28 Millionen von seinen insgesamt nun 65,55 Mio. Nutzern neu begrüßen. Dies hatte das Unternehmen im Zuge der Präsentation der jüngsten Quartalsergebnisse am 15. Juli mitgeteilt. Damit wurde die eigene Prognose von 2,5 Millionen neuen Nutzern deutlich übertroffen. Für das laufende dritte Quartal stellt Netflix wiederum einen Nutzerzuwachs um 3,55 Millionen in Aussicht.

Zwischen April und Juni 2015 kletterten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent auf 1,64 Mrd. US-Dollar, allerdings zeigten sich auch die Schattenseiten des rasanten Wachstums mit der internationalen Expansion und der teuren Produktion eigener Inhalte. Dies führte dazu, dass die Kosten in die Höhe schossen, während der Nettogewinn um 63 Prozent auf 26,3 Mio. US-Dollar schrumpfte.

 

Hat die Aktie noch Luft nach oben?

Bisher schienen die steigenden Kosten Investoren nicht sonderlich zu stören. Allerdings sollte sich das ändern, wenn das Nutzerwachstum einmal enttäuschend ausfallen sollte. Zumindest hat Netflix auf den in die Höhe schießende Aktienkurs reagiert und einen Aktiensplit im Verhältnis von 1:7 durchgeführt. Der optisch günstigere Aktienkurs dürfte eine noch breitere Anlegerschicht anziehen. Trotzdem dürften auch diese Anleger vor der Frage stehen, wie viel Luft die Netflix-Aktie noch nach oben hat. Mit einem dreistelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis ist inzwischen jegliches Normalmaß in dieser Hinsicht verloren gegangen.

Während die hohe Bewertung der Netflix-Aktie einige Anleger abschrecken könnte, dürften sich andere mit Fragen der Internetnutzung und bezüglich des hohen Datenaufkommens sowie der Netzneutralität beschäftigen. Darüber hinaus muss sich Netflix Angriffen der Konkurrenz erwehren. Insbesondere Amazon wird dabei viel Potenzial beigemessen. Gleichzeitig kommen spezielle Herausforderungen in einzelnen Märkten hinzu. In Deutschland hatten sich zum Beispiel bereits vor dem Netflix-Start im Herbst 2014 mit maxdome und anderen einige namhafte Video-on-Demand-Anbieter etabliert, während die wichtige in Eigenregie produzierte Serie „House of Cards“ vom Bezahlfernsehsender Sky ausgestrahlt wird.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Netflix-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN XM38JA) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,99 , die Knock-Out-Schwelle bei 83,05 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN XM5YMJ, aktueller Hebel 2,44; Knock-Out-Schwelle bei 147,25 US-Dollar) auf fallende Kurse der Netflix-Aktie setzen.

 

Stand: 01.09.2015

© Deutsche Bank AG 2015

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Nicolai Tietze, Xmarkets-Produkt-Team, DeAWM
Der Produktexperte von Deutsche Asset & Wealth Management ist mitverantwortlich für die Produktpalette und den Vertrieb von Hebelprodukten und Zertifikaten. Außerdem schreibt er Kolumnen für verschiedene Finanzportale und ist ein begehrter Interviewpartner der Fernsehsender.
Nach einer Banklehre und einem Betriebswirtschaftsstudium an der ESB Business School in Reutlingen und London startete Nicolai Tietze seine berufliche Laufbahn 2002 bei der Deutschen Bank als Aktienhändler.

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