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Neuemission: German Startups Group plant Börsengang

Die deutsche Gründerszene boomt. Ob Jogurt-Hersteller, Teelieferanten oder Spielzeugverleiher – Alles, was mit dem Label eCommerce versehen werden kann, findet zumindest erst mal interessierte Zuhörer und auch zunehmend Investoren. Wobei nicht nur deutsche Business Angels und Startup-Financiers wie Rocket Internet oder Ecommerce Alliance aktiv werden. Längst ist auch bis nach Amerika durchgedrungen, dass hier eine rege „Gründerzeit“ stattfindet.

 

© Pixabay

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Natürlich haben Firmen, die den deutschen Markt bereits kennen oder aus ihm heraus selbst entstanden sind, einen klaren Wettbewerbsvorteil. Allerdings aber auch unter Umständen ein Manko,. Denn während Venture Capital oder Private Equity z. B. in den USA auch immer mit enger Unterstützung der Banken einhergehen, müssen deutsche „Aktivisten“ oftmals sehr kreativ werden.

Eine eigene Börsennotierung ist da sicherlich eine interessante Option, wie es schon Rocket Internet im letzten Jahr vorgemacht hatte. Nun könnte in diesem Jahr die Branche der börsennotierten Wagniskapital-Finanzierer Zuwachs bekommen. Denn die German Startups Group bereitet einen Börsengang vor.

 

German Startups Group mit bekannten Namen im Portfolio

Der Name dieses Unternehmens wird den meisten Lesern nichts sagen. Die Namen von einigen Beteiligungen dafür umso mehr. So ist die German Startups Group u. a. am Online-Optiker Mister Spex, am Lieferdienst Delivery Hero, am Elektronik- und Bücher-Ankäufer rebuy.de oder an der CFD-Handelsplattform Ayondo beteiligt.

Derzeit führt die German Startups Group auf ihrer Website als Teil des gesamten Beteiligungsuniversums 38 Beteiligungen auf, wobei man zuletzt auch erstmals in der Firmengeschichte eine Mehrheitsbeteiligung bei der Digital-Agentur Exonet eingegangen war. Beteiligt ist man auch an einem der wohl bekanntesten deutschen Startups, der Musikplattform Soundcloud. Allein dieses Unternehmen wird derzeit mit über 700 Mio. Euro bewertet.

 

Finanzielle Überraschungen bleiben vorerst aus

Hinsichtlich der möglichen Parameter eines Börsengangs ist zu diesem Zeitpunkt noch nichts bekannt. Aber wenn man in den Bundesanzeiger schaut, wird klar, dass die Gesellschaft in den vergangenen Monaten recht aktiv war, um die Weichen für einen Börsengang zu stellen. Hinsichtlich der fundamentalen Grundlagen, also Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, kann momentan nur auf die 2013er Bilanz Rückgriff genommen werden.

Damals zeigte sich die Gesellschaft mit einem Eigenkapital von rund 5,2 Mio. Euro. Gleichzeitig wurde ein ausgeglichenes Ergebnis ausgewiesen, weil aus der Kapitalrücklage Entnahmen zum Ausgleich eines Bilanzverlustes vorgenommen wurden.

Im Zuge des erwarteten Börsengangs werden wir frische und detailliertere Zahlen auf den Tisch bekommen und dann ist auch berechenbar, wie es sich mit der Bewertung und den Perspektiven verhält. Grundsätzlich sehen wir das bisherige Umfeld als sehr interessant an, so dass German Startups Group zu einer echten Bereicherung auch an der Börse werden könnte.

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