Neuer Anlauf für weltgrößte Fusion der Gasekonzerne

Der US-Gasekonzern Praxair startet einen neuen Fusionsanlauf mit der deutschen Linde. War der geplante Zusammenschluss vor nicht einmal drei Monaten gescheitert, was einige personelle Konsequenzen nach sich zog, wagen die Amerikaner nun einen weiteren Versuch.

© Linde
© Linde

Es wurde ein neuer Fusionsvorschlag mit Zugeständnissen an den deutschen Partner vorgelegt. Offiziell heißt es von Linde, der Vorstand prüfe derzeit den neuen Anlauf.

Darüber hinaus wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Allerdings kommt der Aufsichtsrat am 07. Dezember zu einer Sitzung zusammen, bei der dann wohl auch der Vorschlag der Amerikaner auf dem Tisch liegen wird.

Konkrete Details fehlen

Die Verhandlungen waren einst gescheitert, weil sich beide Seiten nicht über zentrale Fragen wie Firmensitz, Entwicklungsstandorte und Führungspersonalien einigen konnten. Was Praxair nun an seinem Fusionsplan geändert hat, blieb vorerst vage. Aus dem Linde-Umfeld hieß es, die Amerikaner hätten einige Zugeständnisse bei den Hauptknackpunkten gemacht. Dass das Linde-Management im Umbruch sei, störe die Praxair-Spitze nicht weiter.

Ein dem US-Konzern nahestehender Insider sagte, Praxair sei Linde bei "sozialen Themen", etwa der Besetzung von Spitzenpositionen, entgegen gekommen. Es gebe verschiedene Vorschläge für die Ansiedlung eines neuen gemeinsamen Hauptsitzes. "Die Dinge geraten in Bewegung."

Der Industriegasekonzern aus Connecticut bestätigte zwar den erneuten Vorstoß, wollte sich aber nicht zu Einzelheiten äußern. Laut Linde geht es aber weiterhin um eine Fusion unter Gleichen. Das bedeutet, dass keiner der beiden Partner einen größeren Aufschlag auf den Aktienkurs des anderen zahlt.

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