Neuer Auftrag für Nordex aus den USA

Der Windenergie-Konzern Nordex aus Hamburg konnte aktuell einen Großauftrag aus den USA vermelden. Den zweiten innerhalb von kurzer Zeit, denn auch E.On gab letztens den Auftrag zum Bau eines großen Windparks an das TecDAX-Mitglied.

© Nordex

Ein internationaler Kraftwerksbetreiber aus den USA hat mit der Nordex-Gruppe einen Auftrag zur Lieferung von Turbinenkomponenten im Wert von 32 Mio. US-Dollar unterzeichnet. „Die Gesamtkosten der damit angearbeiteten Projekte werden sich voraussichtlich auf das 15-Fache des jetzt realisierten Umsatzes belaufen“, so Nordex. Zum Einsatz kommen soll die Windturbine AW3000 von der Nordex-Tochter Acciona Windpower. Die Umsetzung der Projekte wird im Wesentlichen im Jahr 2018 erfolgen.

Ein steuerliches Bonbon ist, dass der Auftrag über die Komponentenlieferung gemäß den "Safe-Harbor"-Bedingungen dem Kunden bei einer Umsetzung bis ins Jahr 2020 den vollen Production Tax Credit in Höhe von 2,3 Cent pro kWh sichert. Nach Maßgaben der amerikanischen Steuerbehörde müssen Windparks im Jahr 2016 begonnen werden, um sich für diesen Spitzensatz zu qualifizieren.

Nordex kann von US-Subventionen profitieren

Die Production Tax Credit (PTC) ist ein US-amerikanisches Fördermodell zum Ausbau der Erneuerbaren Energien, das auf Steuergutschriften basiert. Diese betragen derzeit 2,3 US-Cent/kWh für Windkraftanlagen, Geothermie- und Biomassekraftwerke. Die Förderung wird in der Regel über 10 Jahre gewährt.

"Niedrige Stromgestehungskosten sind der Schlüssel für den Erfolg eines Projekts. Neben der ständigen Effizienzsteigerung unserer Turbinen unterstützen wir unsere Kunden deshalb grundsätzlich, um ihren Projekten die bestmöglichen Steuerkonditionen zu sichern - so, wie wir jetzt mit der Safe-Harbor-Lösung unserem Kunden den Maximalsatz des PTC garantiert haben", sagt Vertriebsvorstand Patxi Landa.

Die deutsche Nordex-Gruppe hat bis jetzt rund 20 GW Windenergieleistung in über 25 Märkten installiert. Nordex und Acciona Windpower erzielten im Jahr 2015 einen kombinierten Umsatz von 3,4 Mrd. Euro. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 5.000 Mitarbeiter. Zum Verbund gehören Werke in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA und in Indien.

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