Neuer Chef für Nivea-Konzern

Beiersdorf bekommt einen neuen Chef. Stefan De Loecker soll den Hamburger Konzern weiter vorantreiben und neue Wachstumsimpulse liefern.

Ende Februar, wenn De Loecker das erste Mal die Jahresergebnisse präsentiert, will er auch die Eckpunkte seiner Strategie bekannt geben. Das wird keine einfache Sache, denn beim Nivea-Konzern ist vieles anders als bei anderen DAX-Konzernen.

Anders als bei anderen

Der Großaktionär Maxingvest hält die Mehrheit der Stimmrechte und eine hohe Nettoliquidität von ca. 4 Milliarden Euro und 10 % der Aktien im Eigenbesitz geben Sicherheit. Das macht die Aktie auch zu einem beliebten Investment, denn der Kurs schwankt wenig und das Geschäft ist krisenfest im Vergleich zu manch anderem Investment.

Doch die Analysten wollen mehr. Sie fordern bereits seit Langem von Beiersdorf immer wieder größere Zukäufe, eine höhere Dividende oder den Verkauf von Tesa. Bisher wurde hiervon nichts umgesetzt. Es bleibt nun abzuwarten, was De Loecker ändern oder von seinem Vorgänger, Stefan Heidenreich, übernehmen wird. Er hatte das Unternehmen die letzten sieben Jahre geleitete und erfolgreich auf organisches Wachstum gesetzt. Dabei sollten neben Nivea auch die anderen Marken der Hamburger weiter nach vorne gebracht werden. Besonders gut gelang ihm dies bei der Luxusmarke La Prairie.

Potenzial nicht ausgereizt

Doch es gibt einige Sparten, deren Potenzial noch nicht ausgereizt ist. Das gilt vor allem für den Healthcare-Bereich um Hansaplast und Elastoplast und auch die Digitalisierung soll weiter verbessert werden. Es gibt also weiterhin viel anzupacken für den neuen Chef und Vorstand.

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