Newmont Aktie: Barrick-IPO blockiert?
Newmont stellt sich gegen den geplanten Börsengang von Barricks nordamerikanischen Assets und kritisiert das Management der gemeinsamen Nevada Gold Mines.

- Newmont kritisiert Leistungsabbau in Joint Venture
- Vertragsklauseln erschweren geplanten Barrick-IPO
- Produktion bei Barrick seit Jahren rückläufig
- Nevada-Minen machen Großteil des Barrick-Werts aus
Newmont Corporation macht Barrick einen Strich durch die Rechnung. Der weltgrößte Goldproduzent widerspricht öffentlich den IPO-Plänen seines Partners – und begründet dies mit Missmanagement in der gemeinsamen Nevada-Mine. Die Forderung: Erst die Leistung verbessern, dann verkaufen.
Die Ansage aus Denver kam am 9. Februar und war ungewöhnlich deutlich. Newmont reagierte damit auf Investorenanfragen und Medienberichte zu Barricks geplanter Abspaltung nordamerikanischer Assets. Das Unternehmen ließ keinen Zweifel daran, dass es mit der Entwicklung der Nevada Gold Mines (NGM) alles andere als zufrieden ist.
Die Kernpunkte:
- Newmont hält 38,5% an Nevada Gold Mines, Barrick 61,5%
- Das Joint Venture wurde 2019 gegründet, nachdem Barrick eine feindliche Übernahme aufgegeben hatte
- Sechs Jahre später beklagt Newmont „Leistungsabbau und Wertverlust“
- Transferbeschränkungen in den Verträgen könnten Barricks IPO-Pläne erschweren
Vertragsklauseln als Hebel
Newmont macht klar: Jede Transaktion muss die bestehenden Vereinbarungen respektieren – einschließlich der Beschränkungen für Anteilsübertragungen. Diese Position könnte Barricks angekündigte Pläne empfindlich stören. Der kanadische Konzern will später im Jahr 10 bis 15 Prozent an einem neuen Unternehmen mit nordamerikanischen Assets verkaufen.
Bloomberg und Mining.com schätzen den Wert der Barrick-Assets auf über 60 Milliarden Dollar. Neben Nevada Gold Mines umfasst das Paket auch das Fourmile-Entwicklungsprojekt und eine Mine in der Dominikanischen Republik – ebenfalls ein Joint Venture mit Newmont.
Die Performance-Frage
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Barricks Produktion ist sechs Jahre in Folge gesunken und hat den niedrigsten Stand seit mindestens 25 Jahren erreicht. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen weiteren Rückgang – auch in Nevada.
Matthew Murphy von BMO Capital Markets sieht Potenzial: „Nevada ist zentral für Newmont. Beide Seiten könnten durch bessere Performance erheblichen Wert schaffen.“ Sein Kollege Josh Wolfson von RBC Capital Markets unterstreicht die strategische Bedeutung: Nevada Gold Mines macht rund 60 Prozent von Barricks Marktwert aus.
Earnings als nächster Meilenstein
Am 19. Februar legt Newmont Zahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025 vor. Die Ergebnisse dürften zeigen, wie ernst es dem Unternehmen mit seiner Kritik ist – und ob es bereit ist, den Konflikt weiter zu verschärfen.
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