Newmont Aktie: Gegenwind aus Ghana

Der Goldproduzent Newmont profitiert von hohen Goldpreisen, sieht sich aber durch Ghanas neue "Gold Reset"-Steuern belastet. Goldman Sachs hebt trotzdem das Kursziel an.

Die Kernpunkte:
  • Allstate Corp erwirbt neue Aktienposition bei Newmont
  • Ghana führt höhere variable Lizenzgebühren für Minen ein
  • Goldman Sachs erhöht Kursziel deutlich auf 123,90 US-Dollar
  • Goldpreisrally und politische Risiken prägen die Aussichten

Newmont steht zwischen kräftigem Rückenwind durch hohe Goldpreise und neuem regulatorischem Druck in Westafrika. Heute sorgt eine frische institutionelle Positionierung durch Allstate Corp für Aufmerksamkeit, gleichzeitig belastet Ghanas „Gold Reset“-Politik die Ertragsaussichten. Entscheidend ist nun, ob der Rückenwind aus dem Goldpreis die zusätzliche steuerliche Belastung kompensieren kann.

Institutionelle Käufe und neue Steuerlast

Allstate Corp hat heute eine neue Position in Newmont gemeldet. Der Versicherer erwarb 42.886 Aktien im Gegenwert von rund 3,62 Millionen US-Dollar. Der Einstieg eines großen institutionellen Anlegers fällt in eine Phase, in der sich die Aktie stark an der Schnittstelle von Goldhausse und politischem Risiko bewegt.

Gleichzeitig wurde bestätigt, dass die Ahafo-Mine in Ghana ab sofort unter ein deutlich strengeres fiskalisches Regime fällt. Anders als einige Wettbewerber verfügt Newmont dort seit Ende 2025 über keinen stabilen Steuerrahmen mehr.

Kernpunkte des neuen „Gold Reset“-Rahmens:

  • Gleitende Lizenzgebühren („Royalties“) zwischen 9 % und 12 %
  • Höchste Stufen werden ausgelöst bei Goldpreisen über 4.500 US‑Dollar je Unze
  • Analystenschätzungen gehen von einem effektiven „Windfall“-Effekt aus, der die Nettomarge um 3–4 Prozentpunkte drückt

Damit verschiebt sich ein Teil des Mehrerlöses aus den aktuell hohen Goldpreisen direkt an den ghanaischen Staat, was den operativen Hebel von Newmont in dieser Region verringert.

Goldman Sachs hebt Kursziel deutlich an

Trotz des regulatorischen Gegenwinds bleibt die Analystenseite nicht einheitlich vorsichtig. Goldman Sachs hat am 15. Januar das 12-Monats-Kursziel für Newmont von 99,90 auf 123,90 US‑Dollar angehoben und das „Buy“-Rating bestätigt.

Die Bank begründet die Anhebung vor allem mit:

  • hoher operativer Hebelwirkung auf den Goldpreis
  • stabiler Produktionsbasis („Tier 1“-Assets), die einen Bewertungsaufschlag rechtfertigen soll
  • erwarteter Fähigkeit, auch bei steigenden Kosten freien Cashflow zu generieren

Ausgehend von Kursen um 114 US‑Dollar sieht Goldman Sachs damit ein Aufwärtspotenzial von rund 8,5 %. Die neue Bewertung berücksichtigt bereits geopolitische Spannungen und die verschärften Bedingungen in Ghana.

Goldpreis als zweischneidiges Schwert

Der übergeordnete Rahmen für Newmont ist eine historische Rally bei Edelmetallen. Spot-Gold notiert heute bei etwa 4.647 US‑Dollar je Unze. Getrieben wird diese Bewegung vor allem von geopolitischen Spannungen und den anhaltenden Goldkäufen der Zentralbanken.

Für Newmont hat diese Lage zwei Seiten:

  • Positiv: deutlich höhere Umsätze durch den gestiegenen Goldpreis
  • Negativ: Eintritt in die höchsten Stufen variabler Royalties in Ländern wie Ghana

Damit ändert sich auch das Risikoprofil des Sektors. Die Kombination aus institutionellen Zuflüssen wie bei Allstate und der steuerlichen Verschärfung in Westafrika zeigt, wie eng Chancen und politische Risiken inzwischen verknüpft sind. Investoren müssen abwägen, ob die Dynamik des Goldpreises die erwartete Margenreduktion von 3–4 Prozentpunkten überkompensiert.

Ausblick und Charttechnik

Im Fokus rückt nun der anstehende Bericht zum vierten Quartal und Gesamtjahr 2025, der für Ende Februar erwartet wird. Der Markt dürfte besonders auf konkrete Aussagen zum finanziellen Einfluss der ghanaischen „Gold Reset“-Regelung für das Geschäftsjahr 2026 achten.

Aus technischer Sicht konsolidiert die Aktie aktuell im Bereich um 114 US‑Dollar.
Wesentliche Marken:

  • Überwindung des jüngsten Hochs bei 115,70 US‑Dollar könnte den Weg in Richtung des Goldman-Sachs-Kursziels von 123,90 US‑Dollar eröffnen.
  • Ein Bruch der Unterstützungszone um 111 US‑Dollar würde den Blick auf die 50-Tage-Linie lenken, da der Markt den regulatorischen Risikoaufschlag verstärkt einpreisen könnte.

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