Newmont Aktie: Produktion ausgebremst

Feuerschäden in Westaustralien führen zu einem Produktionsausfall von 60.000 Unzen Gold im ersten Quartal. Die finanzielle Stärke des Konzerns und der hohe Goldpreis dämpfen die Auswirkungen.

Die Kernpunkte:
  • Betriebsunterbrechung in wichtiger Boddington-Mine
  • Produktion läuft nur mit halber Kapazität
  • Finanzielle Stabilität als starker Puffer
  • Analysten bleiben optimistisch trotz Rückschlag

Der Goldriese Newmont startet mit einem operativen Rückschlag in das Jahr 2026. Buschbrände in Westaustralien haben die Infrastruktur der wichtigen Boddington-Mine beschädigt, was die Produktion im ersten Quartal spürbar belasten wird. Für die neue Konzernchefin Natascha Viljoen ist dies die erste Bewährungsprobe – doch Analysten und Anleger zeigen sich angesichts der Substanz des Unternehmens erstaunlich gelassen.

Die Folgen des Feuers

Die Buschbrände, die Mitte Dezember begannen, zwangen Newmont am 24. Dezember zur vorübergehenden Einstellung des Betriebs auf der Boddington-Mine. Zwar bestätigten Inspektionen nach Eindämmung des Feuers, dass kritische Bereiche wie die Grube, die Verarbeitungsanlage und Verwaltungsgebäude unversehrt blieben, doch die Wasserversorgungsinfrastruktur wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Die Konsequenz ist eine gedrosselte Leistung: Die Anlage läuft derzeit nur mit 50 bis 60 Prozent ihrer Kapazität. Erst wenn die Reparaturen voraussichtlich im Laufe des Februars abgeschlossen sind, kann der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden.

Die Auswirkungen im Überblick:
* Produktionsausfall: Rund 60.000 Unzen Gold fehlen im ersten Quartal 2026.
* Zeitrahmen: Einschränkungen bis Ende Februar erwartet.
* Sicherheit: Keine Verletzten, das Feuer ist unter Kontrolle.

Ein verkraftbarer Dämpfer

An der Börse wurde die Nachricht differenziert aufgenommen. Während die Aktie im US-Vorhandel zunächst leicht nachgab, reagierten die Papiere in Australien sogar mit Gewinnen. Der Grund für diese entspannte Haltung liegt in der Relation: Der Ausfall von 60.000 Unzen ist ärgerlich, aber im Gesamtkontext des weltgrößten Goldproduzenten überschaubar. Zum Vergleich: Allein im dritten Quartal 2025 produzierte Newmont rund 1,5 Millionen Unzen Gold.

Auch der Aktienkurs spiegelt diese Robustheit wider. Mit aktuell 108,01 USD notiert das Papier nur knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch von 109,20 USD. Die operative Delle ändert wenig an der fundamentalen Stärke, die durch den hohen Goldpreis der letzten zwölf Monate gestützt wird.

Finanzielle Stärke als Puffer

Der Vorfall trifft Newmont in einer Phase finanzieller Stabilität. Das Unternehmen verfügt über eine Liquidität von fast 10 Milliarden USD und konnte zuletzt starke Cashflows generieren. Diese solide Bilanz gibt der seit dem 1. Januar amtierenden CEO Natascha Viljoen den nötigen Spielraum, um die Reparaturkosten und den temporären Ertragsausfall ohne strategische Einschnitte zu bewältigen.

Analysten bleiben daher überwiegend optimistisch. Häuser wie UBS und National Bankshares halten an ihren Kaufempfehlungen fest und sehen Kursziele, die teilweise deutlich über dem aktuellen Niveau liegen. Der Fokus des Marktes liegt weniger auf dem Einmaleffekt des Feuers, sondern auf der langfristigen Profitabilität durch optimierte Abläufe.

Mitte Februar 2026 wird es konkret: Dann legt Newmont die Zahlen für das vierte Quartal vor und wird gleichzeitig ein Update zum Fortschritt der Reparaturarbeiten geben. Sollte der Zeitplan für die Wiederherstellung der Wasserversorgung eingehalten werden, dürfte der Produktionsausfall schnell als einmaliges Ereignis abgehakt werden.

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