Newmont Aktie: Starke Basis, schwacher Moment
Der weltgrößte Goldproduzent Newmont meldet Rekordzahlen für 2025, sieht sich aber durch den aktuellen Goldpreisrückgang kurzfristig unter Druck. Die langfristige Perspektive bleibt positiv.

- Rekord-Cashflow und Gewinn im Jahr 2025
- Aktienkurs leidet unter aktueller Goldpreiskorrektur
- Neue CEO fokussiert auf Margen und Effizienz
- Großbanken heben langfristige Goldpreisprognosen an
Newmont hat 2025 Rekordergebnisse geliefert – und trotzdem steht die Aktie unter Druck. Der Grund liegt nicht im Unternehmen selbst, sondern im Goldpreis, der nach einem Höhenflug infolge geopolitischer Eskalation wieder nachgegeben hat. Wer hinter die kurzfristige Kursbewegung schaut, findet ein strukturell verändertes Unternehmen.
Goldpreis als Taktgeber
Der jüngste Kursrückgang lässt sich direkt auf die Entwicklung am Goldmarkt zurückführen. Als US-amerikanische und israelische Streitkräfte begannen, den Iran zu bombardieren, schoss der Goldpreis zeitweise auf 5.416 Dollar je Unze. Seitdem hat er wieder nachgegeben und lag zuletzt bei rund 5.095 Dollar. Für Newmont als weltgrößten Goldproduzenten bedeutet das: Jede Bewegung im Goldpreis schlägt direkt auf den Aktienkurs durch.
Dabei hatte das Unternehmen im Februar noch von steigenden Preisen profitiert – die Aktie legte in diesem Monat allein um 15,7 Prozent zu. Dieser Rückenwind ist vorerst abgeflaut. Seit dem Jahresanfang steht dennoch ein Plus von rund 17 Prozent zu Buche.
Rekordjahrgang 2025
Die fundamentale Ausgangslage bleibt stark. Am 19. Februar präsentierte Newmont Rekordzahlen für das Gesamtjahr 2025: 7,3 Milliarden Dollar freier Cashflow, ein bereinigter Nettogewinn von 7,6 Milliarden Dollar sowie eine Nettocashposition von 2,1 Milliarden Dollar zum Jahresende. Die Quartalsdividende wurde auf 0,26 Dollar je Aktie angehoben.
Für 2026 erwartet das Unternehmen trotz niedrigerer Produktionsmengen weiteres Gewinnwachstum – getragen von einem höheren durchschnittlichen Goldpreis als im Vorjahr. Der Rückgang bei der Produktion erklärt sich durch Unternehmensverkäufe, planmäßige Fördersequenzen sowie Buschbrände an einem australischen Standort.
Neues Management, klarer Kurs
Seit dem 1. Januar 2026 führt Natascha Viljoen das Unternehmen als CEO. Sie setzt auf technische Exzellenz und Margenverbesserung statt auf reines Volumenwachstum. Konkret plant Newmont rund 800 Millionen Dollar in die Mine Cerro Negro in Argentinien zu investieren, um den Betrieb neu zu starten und die Lebensdauer des Standorts zu verlängern. In Ghana läuft das Projekt Ahafo North seit Oktober 2025 in der kommerziellen Produktion und soll 2026 die volle Kapazität von 275.000 bis 325.000 Unzen jährlich erreichen.
Parallel dazu hat Newmont sein Portfolio durch den Verkauf von Nicht-Kernaktiva wie Akyem und Musselwhite gestrafft. Die verbleibenden Reserven belaufen sich auf 118,2 Millionen Unzen Gold – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, der sich aus den Veräußerungen und der regulären Erschöpfung erklärt.
Ausblick
Großbanken wie JPMorgan und Wells Fargo haben ihre langfristigen Goldpreisprognosen auf 6.100 bis 6.300 Dollar je Unze für 2026 angehoben. JPMorgan bestätigte zuletzt am 9. März seine Kaufempfehlung für Newmont. Sollte der Goldpreis auf diesem Niveau verharren oder weiter steigen, dürfte das die Gewinnentwicklung des Unternehmens deutlich stützen – und den aktuellen Kursrücksetzer als das erscheinen lassen, was er strukturell ist: eine vorübergehende Delle in einem intakten Aufwärtstrend.
Newmont Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Newmont Mining-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:
Die neusten Newmont Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Newmont Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Newmont Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




