Newmont Aktie: Weniger Gold

Der Goldkonzern Newmont meldet einen historischen Cashflow für 2025, senkt aber die Produktionsprognose für das laufende Jahr bei gleichzeitig steigenden Kosten.

Die Kernpunkte:
  • Historischer Cashflow und Schuldenabbau 2025
  • Goldproduktion 2026 sinkt um rund zehn Prozent
  • Kosten steigen deutlich, Dividende bleibt stabil
  • Analysten bewerten die Perspektive verhaltener

Newmont Mining hat am 19. Februar 2026 seine Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt – und die Reaktionen fallen gemischt aus. Zwar glänzt der Konzern mit einem Rekordjahr 2025, doch für 2026 steht deutlich weniger Gold auf dem Plan. Die Frage: Reicht der starke Cashflow, um Anleger bei Laune zu halten?

Rekord-Cashflow und Schuldenabbau

Das Jahr 2025 war für Newmont ein Ausnahmejahr. Der freie Cashflow erreichte mit 7,3 Milliarden US-Dollar einen historischen Höchstwert. Gleichzeitig baute das Unternehmen Schulden in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar ab und erreichte eine Netto-Cash-Position von 2,1 Milliarden US-Dollar.

Die Goldproduktion lag bei 5,9 Millionen Unzen zu All-in-Sustaining-Kosten (AISC) von 1.358 US-Dollar je Unze. Hinzu kamen 28 Millionen Unzen Silber und 135.000 Tonnen Kupfer. Insgesamt flossen 3,4 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurück.

2026: Weniger Produktion, höhere Kosten

Für das laufende Jahr senkt Newmont die Erwartungen spürbar. Die Goldproduktion soll auf rund 5,3 Millionen Unzen sinken – ein Minus von etwa zehn Prozent. Gleichzeitig steigen die Kosten: Die AISC werden bei etwa 1.680 US-Dollar je Unze erwartet, rund 24 Prozent über dem Vorjahr.

Die Investitionen bleiben hoch. Etwa 1,95 Milliarden US-Dollar sind für die Instandhaltung eingeplant, weitere 1,4 Milliarden für Entwicklungsprojekte. Hinzu kommt eine erhebliche Steuerlast: Allein im ersten Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit über einer Milliarde US-Dollar an Steuerzahlungen. Das belastet den freien Cashflow zu Jahresbeginn deutlich.

Ein weiterer Punkt sorgt für Aufsehen: Das Yanacocha-Sulfides-Projekt wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Dadurch wanderten rund 4,5 Millionen Unzen Gold zurück von den Reserven in die Ressourcen-Kategorie. Gleichzeitig hob Newmont den internen Goldpreis für die Reservenberechnung auf 2.000 US-Dollar je Unze an.

Dividende bleibt, Analysten skeptischer

Trotz des schwächeren Ausblicks hält Newmont an seiner Dividendenstrategie fest. Die jährliche Basisdividende soll bei 1,1 Milliarden US-Dollar liegen. Für das laufende Quartal wurde eine Dividende von 0,26 US-Dollar je Aktie angekündigt, zahlbar Ende März 2026. Zudem bleibt das Aktienrückkaufprogramm aktiv.

Die Analystenmeinungen fielen nach den Zahlen durchwachsen aus. Ein Beitrag auf Seeking Alpha stufte die Aktie am 24. Februar von „Strong Buy“ auf „Buy“ herab – Begründung: Das starke 2025 sei eingepreist, die Perspektive für 2026 verhaltener.

Operativ gibt es eine positive Meldung: Das Ahafo-North-Projekt in Ghana hat die kommerzielle Produktion aufgenommen. Die Anlage soll 2026 über 300.000 Unzen Gold beisteuern.

Die Newmont-Aktie legte in den vergangenen zwölf Monaten über 150 Prozent zu und notiert aktuell bei 105,44 Euro. Nach dem jüngsten Allzeithoch Ende Januar bei 110,50 Euro hat der Titel etwas nachgegeben. Das Zahlenwerk zeigt: Der Cashflow stimmt, doch die Produktion schrumpft. Anleger wägen ab, ob der Rückgang nur vorübergehend ist – oder ob Newmont in eine längere Phase schwächeren Wachstums eintritt.

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