Newmont Mining Aktie: Kritische Weichenstellung?

Newmont wirft Partner Barrick eine Verschlechterung der operativen Performance bei Nevada Gold Mines vor. Der Konflikt eskaliert vor dem Hintergrund von Barricks Plänen für einen Börsengang nordamerikanischer Assets.

Die Kernpunkte:
  • Newmont beklagt sinkende Leistung im Joint Venture
  • Goldproduktion sank im vierten Quartal deutlich
  • Barrick plant Börsengang mit Nordamerika-Assets
  • Newmont verfügt über Vorkaufsrecht an Assets

Newmont stellt sich öffentlich gegen Partner Barrick – und es geht um viel Geld. Beim Gemeinschaftsprojekt Nevada Gold Mines sieht der Konzern seit Jahren eine schwächere operative Entwicklung und sinkenden Anlagenwert. Brisant: Barrick bereitet parallel einen Börsengang mit Nordamerika-Assets vor.

Worum geht es konkret – und welche Hebel hat Newmont, um vor einer möglichen Transaktion Verbesserungen durchzusetzen?

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Newmont Mining?

  • Newmont spricht von einer „Verschlechterung der Performance“ bei Nevada Gold Mines über sechs Jahre
  • Barrick führt das Joint Venture operativ und hält 61,5%, Newmont hält 38,5%
  • Im vierten Quartal sank die Goldproduktion bei Nevada Gold Mines laut BNN Bloomberg um 23%

Kritik am Joint Venture

In einer Mitteilung von Montag erklärte Newmont, Nevada Gold Mines habe in den vergangenen sechs Jahren an Leistung eingebüßt – mit Folgen für den Wert der Assets. Man ergreife „geeignete Schritte“, um die Themen mit Barrick zu adressieren, mit dem Ziel, den Rückgang umzukehren.

Auslöser der Stellungnahme waren laut Bericht Investorennachfragen und Medienberichte zu Barricks Plänen, eine neue Gesellschaft mit nordamerikanischen Gold-Assets an die Börse zu bringen. Genannt wurden neben Nevada Gold Mines auch Pueblo Viejo und Fourmile.

Struktur und operative Zahlen

Das Joint Venture besteht seit 2019 und bündelt die Nevada-Aktivitäten beider Konzerne. Barrick besitzt 61,5% und verantwortet das Tagesgeschäft. Newmont hält 38,5% und ist bei übergeordneten Strukturentscheidungen eingebunden.

BNN Bloomberg berichtete gestern unter Verweis auf Quartalsdaten, dass Nevada Gold Mines im vierten Quartal 23% weniger Gold produziert hat. Veritas-Analyst Martin Pradier sagte dem Sender zudem, der Ausblick deute auf steigende Kosten und niedrigere Produktion hin als zuvor kommuniziert.

IPO-Pläne als Druckpunkt

Newmont betonte, dass „jede Transaktion“, die die Joint Ventures betrifft, die vertraglichen Schutzmechanismen respektieren müsse – ausdrücklich auch Vorgaben zu Übertragungsbeschränkungen. Laut BNN Bloomberg verfügt Newmont zudem über ein Vorkaufsrecht (Right of First Refusal) auf die Assets, was dem Konzern im Umfeld eines möglichen Börsengangs Verhandlungsspielraum geben kann.

Pradier brachte gegenüber BNN Bloomberg außerdem ins Spiel, dass Newmont grundsätzlich Interesse an Barricks gesamtem Anteil an den Nevada-Assets haben könnte. Eine Börsennotiz würde dabei eine Markt-Bewertung schaffen, die einen späteren Schritt erleichtern könnte.

Parallel steigen die Kosten im Sektor: Barrick meldete laut BNN Bloomberg im Jahresvergleich einen Anstieg der Goldkosten um 20% sowie der Kupferkosten um rund 10%.

Zum Kursbild: Newmont zeigte zuletzt deutliche Schwankungen. Die Aktie schloss laut Yahoo Finance am Freitag bei 115,32 US-Dollar nach einem Tagesplus von 6,26% und lag damit unter dem 52‑Wochen-Hoch von 134,88 US-Dollar von Ende Januar. Gestern wurden laut MarketWatch 123,69 US-Dollar bezahlt.

Newmont Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Newmont Mining-Analyse vom 12. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Newmont Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Newmont Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Newmont Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Newmont Mining