Newmont Mining Aktie: Vorbildlicher Wettbewerbsgeist!

Der Goldkonzern Newmont startet mit einer neuen Führung und Strategie ins Jahr 2026. Nach Rekord-Cashflows und einer starken Bilanz liegt der Fokus nun auf Effizienzsteigerungen im bestehenden Minenportfolio.

Die Kernpunkte:
  • Historischer Führungswechsel mit CEO Natascha Viljoen
  • Rekord-Cashflow und fast schuldenfreie Bilanz im Jahr 2025
  • Strategiewechsel von Akquisitionen zu operativer Exzellenz
  • Analysten sehen weiteres Kurspotenzial für die Aktie

Newmont startet mit einem Führungswechsel ins Jahr 2026. Mit Natascha Viljoen übernimmt eine ausgewiesene Operativexpertin das Ruder – und löst damit den akquisitionsgetriebenen Kurs der vergangenen Jahre ab. Im Mittelpunkt steht nun die Frage: Wie viel zusätzliche Wertschöpfung lässt sich aus dem bestehenden Minen-Portfolio heben?

Historischer CEO-Wechsel und Strategiewechsel

Zum 1. Januar 2026 hat Viljoen offiziell den Posten als President und CEO übernommen. Die Ernennung war bereits Ende September 2025 angekündigt worden. Sie ist die erste Frau an der Spitze von Newmont in der mehr als hundertjährigen Unternehmensgeschichte – ein Signal weit über den Konzern hinaus.

Ihr Vorgänger Tom Palmer, seit 2019 CEO, bleibt bis Ende März 2026 als Strategieberater an Bord, um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen. Unter seiner Führung stand vor allem Wachstum durch Zukäufe im Fokus, allen voran die rund 17 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Newcrest Mining Ende 2023. Damit wurde das Portfolio nicht nur größer, sondern auch deutlich stärker in Richtung Kupfer diversifiziert.

Viljoen bringt über 30 Jahre internationale Bergbauerfahrung mit, unter anderem als CEO von Anglo American Platinum (heute Valterra) sowie in Führungsrollen bei Anglo American, BHP und Lonmin. Seit 2023 war sie bereits als COO bei Newmont tätig – sie kennt also die operativen Stellschrauben im Konzern.

Ihre Agenda markiert eine klare Verschiebung: Weg von großen Deals, hin zu operativer Exzellenz und strikter Kapitaldisziplin. In ihrem Antrittsstatement betonte sie, man wolle „systematisch mehr Wert für Aktionäre und Anspruchsgruppen freisetzen“ – vor allem durch Effizienzsteigerungen und eine gezieltere Mittelverwendung.

Starke Ausgangsbasis: Finanzen und Bilanz

Der Führungswechsel erfolgt aus einer Position der Stärke. 2025 war für Newmont ein Rekordjahr, insbesondere beim freien Cashflow:

  • Adjustierter Gewinn Q3 2025: 1,71 US-Dollar je Aktie bei 5,52 Milliarden US-Dollar Umsatz
  • Free Cashflow Q3 2025: Rekordwert von 1,6 Milliarden US-Dollar, kumuliert 4,5 Milliarden US-Dollar im bisherigen Jahresverlauf – ein Allzeithoch, obwohl ein Quartal noch ausstand
  • Asset-Verkäufe 2025: Über 3,5 Milliarden US-Dollar Nettoerlös aus Desinvestitionen
  • Bilanz: Nahezu schuldenfrei mit 5,6 Milliarden US-Dollar Cash und insgesamt 9,6 Milliarden US-Dollar Liquidität
  • Rating: Moody’s stufte Newmont auf A3 mit stabilem Ausblick hoch

Aktionäre profitieren zusätzlich von einer stabilen Quartalsdividende von 0,25 US-Dollar je Aktie. Parallel dazu läuft ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm: Bis zur Q3-2025-Berichtslegung waren 3,3 Milliarden US-Dollar der insgesamt 6 Milliarden US-Dollar umfassenden Ermächtigung genutzt, rund 2,7 Milliarden US-Dollar sind noch verfügbar.

An der Börse spiegelt sich diese Stärke bereits wider. Die Aktie legte in den vergangenen zwölf Monaten um rund 171 % zu und notiert nur knapp unter ihrem jüngsten 52-Wochen-Hoch.

Analysten sehen weiter Luft nach oben

Auch die Sell-Side bleibt überwiegend positiv gestimmt. Nach den starken Q3-Zahlen und dem verbesserten Bilanzprofil haben mehrere Häuser ihre Kursziele angehoben:

  • UBS: Ziel 125 US-Dollar, Rating „Buy“ (Dezember 2025)
  • Scotiabank: Hochstufung auf „Sector Outperform“, Ziel 114 US-Dollar (Oktober 2025)
  • Raymond James: Ziel 111 US-Dollar, Rating „Outperform“ (Dezember 2025)

Der Konsens liegt damit im „Buy“-Bereich, mit mehreren Kurszielen klar über 110 US-Dollar. Das Unternehmen wird aktuell mit rund 14-fachem erwarteten Gewinn und einer Marktkapitalisierung von etwa 109 Milliarden US-Dollar bewertet.

Aufgabenpaket für Viljoen: Kosten, Produktion, Projekte

Trotz komfortabler Ausgangslage wartet auf die neue CEO ein anspruchsvolles Pflichtenheft.

Kostendruck trotz hoher Goldpreise

Für 2025 hatte Newmont eine Gold-Co-Produkt-AISC-Guidance von 1.630 US-Dollar je Unze ausgegeben. Bei den aktuell hohen Goldpreisen bleibt das Geschäft deutlich profitabel. Gleichzeitig steigen mit dem Goldpreis aber auch variable Abgaben wie Gewinnbeteiligungen, Produktionssteuern und Royalties. Genau hier setzt Viljoens Fokus auf operative Exzellenz an: Effizienzgewinne sollen die strukturellen Kostentreiber zumindest teilweise kompensieren.

Produktion 2026: Untere Spanne der Zielwerte

Beim Ausblick auf 2026 bleibt Newmont vorsichtig: Die zurechenbare Goldproduktion soll zwar innerhalb der bekannten Spanne für 2025 liegen, allerdings eher am unteren Ende. Grund dafür ist die geplante Minenabfolge in wichtigen Betrieben wie Peñasquito und Cadia. Kurzfristig bedeutet das eine gedeckelte Volumenentwicklung, mittelfristig kann eine optimierte Sequenzierung aber höhere Wertschöpfung aus den Lagerstätten ermöglichen.

Projektumsetzung als Werthebel

Parallel dazu laufen mehrere zentrale Wachstums- und Effizienzprojekte:

  • Tanami Expansion 2 in Australien
  • Weiterentwicklung des Block-Cave-Projekts bei Cadia
  • Potenzielle Erweiterung der Mine Red Chris in Kanada

Hinzu kommt Ahafo North: Dort wurde im Oktober 2025 die kommerzielle Produktion erklärt. Das Projekt soll über eine anfängliche Minenlaufzeit von 13 Jahren profitablen zusätzlichen Goldoutput liefern und ist ein wichtiges Puzzlestück in der neuen Portfolioarchitektur.

Ausblick: Wichtige Wegmarken 2026

Für Anleger rücken nun mehrere konkrete Ereignisse in den Fokus:

  • Die Zahlen für Q4 2025 werden Mitte Februar 2026 erwartet. Dann will Newmont auch die vollständige Produktions- und Kostenprognose für 2026 vorlegen.
  • Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe sollen fortgeführt werden und bleiben ein zentraler Bestandteil der Kapitalallokation.
  • Die weitere Umsetzung der laufenden Projekte – insbesondere Tanami Expansion 2, Cadia und Red Chris – wird entscheidend sein, um das von Viljoen angestrebte Plus an operativer Effizienz und Wertschöpfung messbar zu machen.

Vor diesem Hintergrund startet Newmont mit einer starken Bilanz, soliden Cashflows und einem klar formulierten Strategiewechsel in das Jahr 2026 – die kommenden Quartale werden zeigen, wie konsequent das Management den Übergang von akquisitionsgetriebenem Wachstum hin zu maximaler Ausbeute aus dem bestehenden Portfolio umsetzt.

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