NextEra Energy Aktie: 22-Milliarden-Gaskraftwerk

Das geplante Kraftwerk soll ein fünf Gigawatt starkes Rechenzentrum versorgen; der Baubeginn hängt von Genehmigungen ab.

Die Kernpunkte:
  • Anlage mit 6,47 Gigawatt geplant
  • Investitionsvolumen beträgt 22 Milliarden Dollar
  • Erste Blöcke frühestens 2029 möglich
  • Rund 8.400 Jobs in der Bauphase

In Encinal, Texas, soll ein Gaskraftwerk mit einer Leistung von 6,47 Gigawatt entstehen. NextEra Energy Resources und Related Companies wollen es gemeinsam mit Lewis Energy Group entwickeln, bauen und betreiben. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 22 Milliarden Dollar.

Strom für ein 5-Gigawatt-Rechenzentrum

„Project Star“ soll vor allem einen benachbarten Rechenzentrumscampus von Related Digital mit Energie versorgen. Dieser soll fünf Gigawatt Leistung erreichen. Überschüssiger Strom fließt ins Netz. Das Vorhaben passt zur Vorgabe von Gouverneur Greg Abbott, wonach Rechenzentren im ERCOT-Netz eigene Erzeugung mitbringen müssen.

Ausgewählt wurden die Partner vom US-Handelsministerium und der Republik Korea. Der Energiecampus soll im Rahmen des Handelsabkommens beider Länder gemeinsam im Besitz Koreas und der USA stehen. Das Joint Venture von Related und NextEra baut und betreibt die Anlage. Lewis Energy liefert Land, Wasser und Gas.

Die ersten Kraftwerksblöcke könnten frühestens 2029 ans Netz gehen, vorbehaltlich der Genehmigungen. Der Bau erfolgt in Phasen. In der Spitze entstehen rund 8.400 Arbeitsplätze, dauerhaft sind etwa 170 Stellen vorgesehen.

Für NextEra ist Texas kein neues Terrain. Der Konzern hat dort nach eigenen Angaben mehr als 20 Milliarden Dollar investiert und betreibt über 9 Gigawatt Erzeugungskapazität.

Rückenwind aus Washington

Parallel dazu stützt die Politik die Stimmung. Jefferies verweist auf eine parteiübergreifende Einigung der Senatsverhandler zu einem Genehmigungspaket. Führende Demokraten haben dem Text allerdings noch nicht zugestimmt. Sie wollen wissen, wie die Regierung ihre Politik für Wind- und Solarprojekte anpassen wird. Eine Abstimmung gilt erst in der Lame-Duck-Sitzung nach den Zwischenwahlen als wahrscheinlich.

Jefferies wertet den Stand als schrittweise positive Entwicklung. NextEra bleibt für die Bank die Top-Wahl im Bereich saubere Energie, angeführt vom Kerngeschäft sowie von Wechselrichtern und Batteriespeichern. Viele Investoren seien jedoch skeptisch, was die Wirkung des Pakets angeht, so die Analysten. Die im Gesetz vorgesehene Absicherung für aufgegebene Projekte werde ihrer Ansicht nach unterschätzt.

An der Börse schloss die Aktie zuletzt bei 75,74 Dollar. Nachbörslich legte sie auf 76,39 Dollar zu, ein Plus von 0,86 Prozent. Weitere Details zum Genehmigungspaket werden noch in dieser Woche erwartet.

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