NextEra Energy Aktie: Gründet Allianz gegen lokalen Widerstand

Eine Allianz will regionale Vorteile großer Infrastrukturprojekte vermitteln; zugleich läuft die Prüfung des geplanten Zusammenschlusses mit Dominion weiter.

Die Kernpunkte:
  • NextEra bildet Bündnis mit QTS und Siemens Energy
  • Star-Projekt umfasst Investitionen von über 22 Milliarden Dollar
  • Virginia-Prüfung läuft bis zur Frist im Januar
  • FPL hebt Großverbraucher-Wachstumsschätzung auf acht Gigawatt

NextEra Energy setzt im US-Bundesstaat Texas auf eine gezielte Gegenoffensive gegen lokalen Widerstand. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg gestern berichtete, hat sich das Energieunternehmen mit Partnern zur sogenannten Lone Star Infrastructure Coalition zusammengeschlossen.

Neben NextEra gehören auch QTS und Siemens Energy dem Bündnis an. Ziel der Initiative ist es, die wirtschaftlichen Impulse und Beschäftigungseffekte von großen Infrastrukturvorhaben hervorzuheben, die vor Ort zunehmend auf Skepsis stoßen.

Milliardenprojekt trifft auf Gegenwind

Hintergrund des Vorstoßes ist der enorme Ausbau der Energie- und Rechenzentrumsinfrastruktur im Bundesstaat. Erst am Mittwoch wurde NextEra Energy Resources gemeinsam mit Related Companies und Lewis Energy Group ausgewählt, das Projekt Star umzusetzen.

Der geplante Energie-Infrastrukturcampus in Texas umfasst ein Investitionsvolumen von mehr als 22 Milliarden $ und beinhaltet unter anderem Erdgaskraftwerke mit einer Erzeugungskapazität von 6,47 Gigawatt.

Angesichts des Umfangs solcher Vorhaben wächst in Teilen der Bevölkerung und Politik der Widerstand gegen neue Kraftwerks- und Netzbauten. Die neue Allianz soll dem nun mit einer Aufklärungskampagne über die regionale Wertschöpfung begegnen.

Frist im Fusionsverfahren verstrichen

Parallel zu den Entwicklungen in Texas zeichnet sich an einer weiteren regulatorischen Front Bewegung ab. Beim geplanten Zusammenschluss von NextEra Energy mit Dominion Energy verstrich am Mittwoch eine Frist für Gouverneurin Abigail Spanberger, eine Sondersitzung der Gesetzgeber im Bundesstaat Virginia einzuberufen.

Das Prüfverfahren durch die zuständige staatliche Kommission läuft unterdessen weiter. Die Behörde steuert dabei auf eine verbindliche Entscheidungsfrist am 11. Januar zu.

Wachstumsprogramm stützt die Notierung

Trotz der politischen Hürden hält der Konzern an seinen Ausbauzielen fest. Zugleich hob das Tochterunternehmen Florida Power & Light seine Schätzung für das Wachstum durch Großverbraucher von 6 auf 8 Gigawatt an.

Am Aktienmarkt spiegeln sich die regulatorischen Debatten in einer verhaltenen Bewertung wider. Im heutigen Handel notiert der Wert bei 68,03 Euro, was einem leichten Tagesplus von 0,2 Prozent entspricht. Damit rangiert das Papier lediglich 3,2 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 65,91 Euro. Ob die Initiativen in Texas und das Näherrücken der Entscheidung in Virginia für Entlastung sorgen, dürften die kommenden Monate zeigen.

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