Nexus Uranium Aktie: 38 Erkundungsbohrungen für Chord geplant

Nexus Uranium verschiebt den Fokus nach Wyoming und Arizona, da die Anhörung zum Chord-Projekt in South Dakota ohne Entscheidung endet.

Die Kernpunkte:
  • Anhörung in South Dakota vertagt
  • Fokus auf Wyoming und Arizona
  • Bohrprogramm für Chord finanziert
  • Aktienkurs unter Druck

Die Anhörung zum Chord-Projekt endete ohne Entscheidung. Nexus Uranium verlagert den Fokus auf Wyoming und Arizona — die Genehmigung in South Dakota bleibt auf unbestimmte Zeit verschoben.

Anhörung vertagt, Zeitplan offen

Das Board of Minerals and Environment in South Dakota hat die für 18. bis 22. Mai 2026 angesetzte Anhörung zur Explorationsgenehmigung für das Chord-Projekt nicht abgeschlossen. Kein Beschluss, kein neuer Termin. Wann die Sitzung fortgesetzt wird, ist unklar.

Parallel läuft ein Bundesgerichtsverfahren, das eine einstweilige Verfügung zu Dolmetscherdiensten und eine Aussetzung der Anhörung anstrebt. Nexus Uranium betont, dass das Verfahren weder die Ablehnung der Genehmigung noch die Projektinhalte selbst infrage stellt.

Die Anhörung ist der letzte regulatorische Schritt im staatlichen Genehmigungsprozess. Fällt die Entscheidung zugunsten von Nexus, müssen die Genehmigungen laut Gesetz binnen 30 Tagen ausgestellt werden.

Wyoming: Genehmigungen erteilt, Kaution ausstehend

Nexus Uranium will das South-Pass-Projekt in Wyoming vorantreiben, während die Chord-Entscheidung aussteht. Die Genehmigungen liegen vor. Einzige Hürde: die Hinterlegung der geforderten Rekultivierungskaution.

Das Bureau of Land Management hat den Explorationsplan für South Pass freigegeben. Das Projekt umfasst 151 Claims auf rund 3.020 Acres in den Countys Fremont und Sublette. Wie Chord gilt auch South Pass als potenziell geeignet für In-situ-Recovery-Abbau.

Arizona Strip: Sieben Brekzien-Pipe-Ziele

In Arizona bereitet Nexus Uranium die Exploration am Arizona-Strip-Projekt vor. 38 BLM-Claims decken sieben Collapse-Brekzien-Pipe-Ziele in Mohave County ab — eine geologische Struktur, die in der Region historisch bedeutende Uranvorkommen beherbergt hat.

Das Unternehmen erwarb das Projekt im März 2026 zu 100 Prozent. Eine Ressourcenschätzung existiert nicht. Feldarbeiten sollen kurzfristig beginnen.

Bohrprogramm finanziert

Das erste Bohrprogramm für Chord bleibt vollständig finanziert. Nexus plant bis zu 38 Erkundungsbohrungen mit einer Maximaltiefe von 700 Fuß im Reverse-Circulation-Verfahren. Start: Sommer 2026, vorbehaltlich der Genehmigungen.

Aktienkurs unter Druck

Die Unsicherheit schlägt auf den Kurs durch. Die Aktie notiert bei rund 0,48 Euro — 74 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1,83 Euro aus dem Januar 2026. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste auf über 60 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 14,45 Millionen kanadischen Dollar.

Uranmarkt: Defizit und Zeitdruck

Der Uranmarkt weist ein jährliches Angebotsdefizit von rund 50 Millionen Pfund auf. Die Nachfrage dürfte bis 2030 um 28 Prozent steigen, bis 2040 könnte sie sich verdoppeln. KI-getriebene Rechenzentren verschärfen den Druck zusätzlich. Neue Projekte benötigen 10 bis 20 Jahre bis zur Produktion.

Die Verschiebung auf Wyoming und Arizona ist weniger strategische Neuausrichtung als pragmatische Reaktion auf den regulatorischen Engpass in South Dakota. Die nächsten Katalysatoren: Wiederaufnahme der Anhörung, Entwicklung im Bundesgerichtsverfahren, Hinterlegung der Kaution in Wyoming, Feldarbeiten in Mohave County.

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