Nike: 3,5% Dividendenrendite bei Payout-Alarm
Nike lockt mit 3,5 Prozent Dividendenrendite, doch der Gewinn deckt die Ausschüttung nicht. Insiderkäufe signalisieren Vertrauen.

- Dividendenrendite von 3,5 Prozent
- Gewinn deckt Ausschüttung nicht
- Insider kaufen Aktien am Markt
- Umsatzrückgang in China belastet
Kaum ein Dow-Jones-Titel hat in den vergangenen drei Jahren so viel Börsenwert vernichtet wie Nike. Der Kurs notiert knapp 44 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch — und hat damit ungewollt eine interessante Einkommenssituation geschaffen.
Drittbeste Rendite im Dow
Der Kursverfall hat Nikes Dividendenrendite auf 3,5 Prozent getrieben. Damit liegt der Sportartikelkonzern im Dow Jones Industrial Average nur noch hinter Chevron und Verizon. Quartalsweise zahlt Nike 0,41 Dollar je Aktie, auf Jahresbasis also 1,64 Dollar.
Das Unternehmen hat die Dividende 2026 zum 24. Mal in Folge angehoben. Noch eine Erhöhung im Jahr 2027, und Nike würde den Status eines Dividend Aristocrat erreichen — der eine ununterbrochene Wachstumsserie von 25 Jahren voraussetzt. Dieser Anreiz macht einen Dividendenschnitt politisch heikel.
Ausschüttung übersteigt Gewinn
Das Problem: Die Dividende ist derzeit durch die Gewinne nicht gedeckt. Im abgelaufenen Quartal (per 28. Februar 2026) stand einem verwässerten Gewinn je Aktie von 0,35 Dollar eine Quartalsdividende von 0,41 Dollar gegenüber. Auf Jahresbasis ergibt sich ein ähnliches Bild — der Gewinn je Aktie der vergangenen zwölf Monate liegt mit 1,52 Dollar unter der Jahresdividende von 1,64 Dollar.
Die Liquidität schrumpft. Barmittel und kurzfristige Anlagen sanken im dritten Quartal um 2,3 Milliarden Dollar auf 8,1 Milliarden Dollar, weil Dividenden, Aktienrückkäufe, Anleiherückzahlungen und Investitionen den operativen Cashflow überstiegen. Immerhin: Die langfristigen Schulden wurden um zwölf Prozent auf 7,03 Milliarden Dollar reduziert.
Insider kaufen, Erholung braucht Zeit
Bemerkenswert ist das Kaufverhalten hochrangiger Insider. Apple-Chef Tim Cook, der im Nike-Aufsichtsrat sitzt, erwarb Anfang April 25.000 Aktien. Nike-CEO Elliott Hill folgte wenige Tage später mit mehr als 23.000 Stück. Weitere Direktoren griffen ebenfalls zu Kursen um 42 bis 43 Dollar zu — allesamt Käufe am offenen Markt.
Das operative Bild bleibt herausfordernd. Der Quartalsumsatz lag bei 11,3 Milliarden Dollar, währungsbereinigt drei Prozent unter Vorjahr. In China droht im laufenden Quartal ein weiterer Umsatzrückgang von rund 20 Prozent, die Marke Converse verlor zuletzt 35 Prozent. Nike selbst erwartet, dass die China-Erholung sich bis ins Geschäftsjahr 2027 hinzieht.
Bewertung und Ausblick
Analysten rechnen für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Gewinn je Aktie von 1,50 Dollar, für 2027 mit 1,89 Dollar — ein langsamer Aufholpfad. Konkrete Jahresziele will das Management erst beim Investorentag im Herbst nennen. Auf Basis des aktuellen Kurses von rund 38 Euro notiert die Aktie etwa 27 Prozent unter dem durchschnittlichen Analystenpreisziel.
Ob die Dividende hält, hängt letztlich davon ab, wie schnell Nike den Gewinn je Aktie wieder über die Ausschüttungsmarke von 1,64 Dollar hebt. Gelingt das bis 2027, wäre der Dividend-Aristocrat-Status zum Greifen nah — und die aktuelle Rendite im Nachhinein ein günstiger Einstiegspunkt.
Nike-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nike-Analyse vom 24. April liefert die Antwort:
Die neusten Nike-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nike-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nike: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




