Nike Aktie: Aus dem Top-Index raus!
Der Konzern richtet seine Organisation neu aus, während Analysten eine längere Erholungsphase und sinkende Erlöse erwarten.

- Alexandre Arnault verstärkt den Verwaltungsrat
- Nike ordnet Teams künftig nach Sportarten
- Bank of America senkt Kursziel auf 30 Dollar
- Quartalsergebnisse erscheinen am 1. Oktober
Der US-Sportartikelkonzern Nike reagiert auf die anhaltende Krise mit personellen und strukturellen Weichenstellungen. Das Unternehmen erweiterte seinen Verwaltungsrat auf zwölf Mitglieder und berief Alexandre Arnault, Führungskraft beim Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy, in das Gremium.
Der Schritt fällt in eine Phase tiefgreifender Umbrüche: Unter CEO Elliott Hill versucht der Konzern, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen und das operative Geschäft neu auszurichten.
An den Finanzmärkten spiegelt sich die angespannte Lage deutlich wider. Nach jahrelanger Mitgliedschaft wurde Nike aus dem US-Leitindex S&P 100 gestrichen, bleibt jedoch im breiteren S&P 500 vertreten. Zum Handelsschluss am Freitag notierte das Papier bei 31,41 Euro, nachdem es am Vortag bei 30,80 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markiert hatte.
Der Indexabstieg verdeutlicht den Bedeutungsverlust, den der Branchenprimus zuletzt hinnehmen musste. Konkurrenten setzen dem US-Konzern im Lauf- und Teamsport zunehmend zu, während wichtige Werbeträger und Partnerschaften an Wettbewerber verloren gingen. Gleichzeitig belasten eine schwächelnde Nachfrage im wichtigen chinesischen Markt und Zurückhaltung im Großhandel das Geschäft.
Neuausrichtung unter CEO Elliott Hill
Um das Ruder herumzureißen, treibt CEO Elliott Hill die Neuausrichtung unter dem Namen „Nike Sport Offense“ voran. Statt der bisherigen Unterteilung nach Damen, Herren und Kindern organisiert das Management den Konzern künftig strikt entlang einzelner Sportarten. Zudem bindet das Unternehmen Athleten wieder enger in die Produktentwicklung ein und baut eigene Läden schrittweise zu Erlebnisräumen um.
Das firmeneigene Nike Sport Research Lab soll dabei als technologischer Motor dienen. Für neue Modelle wie den Laufschuh Alphafly 4 verspricht das Unternehmen durch ein überarbeitetes Schaummaterial eine um 8 Prozent höhere Energie-Rückgabe. Bei der Outdoor-Linie ACG soll eine veränderte Traktionstechnologie den Grip auf nassem Untergrund um 45 Prozent verbessern.
Mit diesen Innovationen will Nike wieder an die eigene Tradition als technologischer Schrittmacher anknüpfen. Zuletzt war der weltweite Marktanteil bei Sportschuhen spürbar gesunken. Hill setzt daher auch auf eine Wiederannäherung an klassische Großhandelspartner, nachdem die frühere Konzentration auf den Direktvertrieb Wettbewerbern zusätzlichen Raum in den Verkaufsregalen verschafft hatte.
Skepsis an der Wall Street vor den Quartalszahlen
An der Wall Street stößt der Umbau auf verhaltene Reaktionen. Analysten verweisen darauf, dass eine nachhaltige Erholung viel Zeit beanspruchen dürfte. So stufte die Bank of America das Papier auf Underperform herab und senkte ihr Kursziel auf 30 Dollar.
Die Experten rechnen mit weiter rückläufigen Erlösen bis Mai und sehen eine Trendwende womöglich erst im Geschäftsjahr 2028. Morgan Stanley bewertet den Titel mit Underweight bei einem Kursziel von 31 Dollar.
Klarheit über den aktuellen Geschäftsverlauf erhalten Anleger in wenigen Tagen. Am 1. Oktober legt der Sportartikelhersteller seine Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal vor. Die Veröffentlichung dürfte zeigen, ob die ersten Weichenstellungen der neuen Führung bereits greifen oder ob sich die Durststrecke weiter verlängert.
Nike-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nike-Analyse vom 26. September liefert die Antwort:
Die neusten Nike-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nike-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nike: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




