Nike Aktie: CEO und Tim Cook kaufen nach
Nike-Aktie erreicht neues Jahrestief, Analysten erwarten schwache Quartalszahlen. Neuer Finanzchef und Insiderkäufe geben Anlass zur Hoffnung.

- Aktie fällt auf 52-Wochen-Tief
- Umsatzrückgang um zwei Prozent erwartet
- Neuer Finanzvorstand ab August
- Insiderkäufe von CEO und Tim Cook
Die Erleichterung hält sich in Grenzen. Zwar notiert Nike am Montag knapp im Plus, 0,71 Prozent auf 36,12 Euro. Doch der Blick zurück zeigt die ganze Dramatik. Am Freitag fiel die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Tief von 35,02 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Sportartikelriese ein Drittel seines Wertes verloren. Mehr als 40 Prozent sind es über die vergangenen zwölf Monate.
Analysten rechnen mit schwachen Quartalszahlen
Die Wall Street stellt sich auf harte Zahlen ein. Für das vierte Geschäftsquartal Ende Juni erwarten Analysten einen Umsatz von rund 10,85 Milliarden Dollar. Das wäre ein Rückgang um zwei Prozent zum Vorjahr. Der Gewinn je Aktie soll auf 0,12 Dollar sinken, nach 0,14 Dollar.
JPMorgan senkte das Kursziel von 52 auf 47 Dollar. Das Rating bleibt „Neutral“. Deutsche Bank reduziert auf 43 Dollar bei „Hold“. KeyBanc stufte die Aktie auf „Sector Weight“ ab. Die Begründung: anhaltender Gegenwind in China und der Region EMEA. Im zweiten Quartal brach der Umsatz in Großchina um 17 Prozent ein, im dritten Quartal um sieben Prozent.
Neuer Finanzchef, prominente Käufer
Im August übernimmt David M. Denton das Amt des Finanzvorstands. Er kommt von Pfizer und Lowe‘s. Sein Vorgänger Matthew Friend geht.
Trotz der Krise zeigen Insider Vertrauen. CEO Elliott Hill kaufte 47.320 Aktien zu rund 42 Dollar. Auch Apple-Chef Tim Cook, Mitglied des Nike-Verwaltungsrats, erwarb 25.000 Papiere. Ein Signal, das manche Anleger aufhorchen lässt.
Großereignisse als Rettungsanker
Nike hofft auf die Fußball-WM 2026. Neue Produkte sollen die Marke beleben. Dazu gehören eine Drei-Wege-Kollaboration mit PEACEMINUSONE und dem koreanischen Fußballverband. Auch ein Travis-Scott-Modell des Phantom 6 Low Elite ist geplant.
Trotz allem liegt der Kurs fast 27 Prozent unter der 200-Tage-Linie bei 49,40 Euro. Einige Analysten sind optimistischer. Stifel und BTIG halten an Kurszielen von 50 und 55 Dollar fest. Die große Frage: Ist das aktuelle Niveau nahe 11-Jahres-Tiefs tatsächlich der Boden für den schwächelnden Konzern? Die Bilanz Ende Juni wird erste Antworten liefern.
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