Nike Aktie: Dividende übersteigt Gewinn

Nikes Quartalsgewinn sank um 35 Prozent, die gezahlte Dividende liegt nun über dem Ergebnis je Aktie. Höhere Zölle und ein Einbruch in China belasten den Sportartikelhersteller.

Die Kernpunkte:
  • Dividende übersteigt den verwässerten Gewinn je Aktie
  • Nettogewinn bricht um 35 Prozent ein
  • Umsatz in Großchina sinkt um zehn Prozent
  • Restrukturierung verursacht hohe Abfindungskosten

CEO Elliott Hill gab am 1. April vor versammelter Belegschaft zu, er sei es „leid“, über die Sanierung des Unternehmens zu sprechen. Eine bemerkenswert offene Aussage — und ein Spiegel der aktuellen Lage: Nike-Aktien haben seit Jahresbeginn rund 30 Prozent ihres Wertes verloren und notieren auf einem Zehn-Jahres-Tief.

Zölle drücken Margen unter kritische Schwelle

Die Quartalszahlen für den Zeitraum bis Ende Februar 2026 zeigen, wie stark die Profitabilität unter Druck geraten ist. Der Umsatz stagnierte bei 11,3 Milliarden Dollar, während der Nettogewinn um 35 Prozent auf 520 Millionen Dollar einbrach. Der verwässerte Gewinn je Aktie fiel auf 0,35 Dollar.

Besonders brisant: Die vierteljährliche Dividende von 0,41 Dollar je Aktie übersteigt damit den Quartalsgewinn von 0,35 Dollar. Finanzvorstand Matthew Friend machte höhere Zölle in Nordamerika für einen negativen Margeneffekt von 300 Basispunkten verantwortlich — die Bruttomarge sank insgesamt auf 40,2 Prozent.

Großchina bereitet die größten Sorgen

Das Bild nach Regionen ist uneinheitlich. Nordamerika legte beim Umsatz um 3 Prozent zu, getragen vom Großhandel, der auf 6,5 Milliarden Dollar stieg. Das Direktgeschäft schwächelt hingegen: Nike Direct verlor 4 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar, der digitale Kanal brach um 9 Prozent ein.

International sieht es noch düsterer aus. EMEA schrumpfte um 7 Prozent, Großchina um 10 Prozent. Für das laufende vierte Quartal erwartet das Management dort einen weiteren Rückgang von 20 Prozent — während das Unternehmen Lagerbestände abbaut und den Markt „bereinigt“.

Restrukturierung soll bis Jahresende abgeschlossen sein

Der Konzern rechnet damit, die laufende „Win Now“-Restrukturierungsphase bis Ende 2026 weitgehend abzuschließen. Im dritten Quartal fielen dafür 230 Millionen Dollar Abfindungskosten an, vor allem im Bereich Lieferkette und Technologie.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Nike einen Umsatzrückgang von 2 bis 4 Prozent bei weitgehend stabilen Gewinnen. CFO Friend warnte zudem vor anhaltenden Belastungen durch steigende Ölpreise und globale Handelsstörungen, die die Einkaufskosten bis Jahresende weiter belasten könnten. Auf der Produktseite setzt Nike auf neue Impulse: Mitte April kommt der Nike SB Air Force 1, kurz darauf der Kobe 11 EM Protro „Mamba Out“ zum zehnten Jahrestag von Kobe Bryants letztem Spiel.

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