Nike Aktie: Miami wechselt zurück zum Konzern
Schwache Nachfrage belastet Nike, während neue Designs und ein langfristiger Miami-Vertrag Gegenimpulse setzen.

- Nike-Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
- Bank of America senkt Nike-Einstufung
- Neue Air-Max-Silhouette vorgestellt
- Miami wechselt ab 2027 zu Nike
Der US-Sportartikelhersteller Nike steckt tief in einer zähen Umbauphase. Während das Management versucht, die Marke mit neuen Produktinitiativen und langfristigen Partnerschaften wieder auf Kurs zu bringen, trüben die schwache Nachfrage in Schlüsselmärkten und Gegenwind bei klassischen Modellreihen die Aussichten. Die Skepsis an den Börsen bleibt entsprechend hoch.
Skepsis an den Finanzmärkten wächst
Am Freitag markierte die Aktie im Handel bei 30,80 € ein neues 52-Wochen-Tief und ging schließlich bei 31,41 € aus dem Handel. Für zusätzliche Unruhe sorgte Bank of America Securities: Das Institut stufte den Wert am selben Tag auf Underperform herab und kappte das Kursziel auf $30.
Die Analysten begründeten ihr pessimistisches Urteil mit einem sich verlangsamenden Turnaround und anhaltenden Erlöseinbußen. Neben der Schwäche bei etablierten Sneaker-Klassikern leidet der Konzern unter einer schleppenden Großhandelsnachfrage in Nordamerika und China. Die Hoffnung auf eine zügige Erholung schwindet damit bei vielen Beobachtern.
Auch andere Marktbeobachter äußerten sich vorsichtig. Bereits am 21. September hatte das Analysehaus Stifel das Kursziel für Nike auf $40 reduziert, die Einstufung jedoch auf Hold belassen. Als Belastungsfaktoren nannten die Experten ein von Rabatten geprägtes Marktumfeld im Westen sowie eine unzureichende Resonanz auf neue Produkte, während traditionelle Basketball-Modellreihen weiter schrumpfen.
Gegensteuer mit neuen Modellen und Universitätspartnerschaft
Um der operativen Flaute entgegenzuwirken, forciert Nike neue Ansätze in der Produktentwicklung. Am Donnerstag stellte die Sparte Nike Sportswear eine gemeinsam mit Zellerfeld entwickelte Air-Max-Silhouette des Designers Marc Su vor. Das Modell entstand im Rahmen des internen Programms „Air Works“. Das Unternehmen kündigte an, in den kommenden Monaten weitere Entwürfe dieser Reihe zu präsentieren.
Gleichzeitig sicherte sich der Konzern einen wichtigen Großauftrag im Universitätssport: Wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf eine informierte Person meldete, wechselt die University of Miami ab Juli 2027 zurück zu Nike. Die Partnerschaft läuft über zehn Jahre und hat einen Gesamtwert von mehr als 200 Millionen $. Der bestehende Vertrag der Universität mit dem Rivalen Adidas endet im Juni 2027.
Mit derartigen Vereinbarungen festigt das Unternehmen seine Präsenz im traditionsreichen US-Collegesport, während technologische Neuentwicklungen das Profil im Wettstreit um Marktanteile schärfen sollen. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die anhaltende Konsumzurückhaltung in den Kernregionen zügig auszugleichen, wird die kommenden Quartale prägen.
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