Nike Aktie: Monatliches Update
Barclays stuft Nike nach positiven Signalen aus Nordamerika hoch, doch der chinesische Markt und hohe Umbaukosten belasten weiterhin die Bilanz.

- Barclays erhöht Kursziel auf 73 US-Dollar
- Starkes Umsatzwachstum in Nordamerika
- Umsatz in China bricht deutlich ein
- Gewinn je Aktie sinkt um 32 Prozent
Der Sportartikelhersteller Nike steckt mitten in einem mehrjährigen Umbau. Während das Geschäft in Nordamerika unter dem neuen CEO Elliott Hill wieder anzieht, bremst der chinesische Markt die Erholung. Pünktlich zu den anstehenden Quartalszahlen sorgt nun eine überraschende Analystenhochstufung für Aufsehen.
Barclays wird optimistisch
Gestern sorgte die britische Bank Barclays für einen Lichtblick. Die Experten stuften das Papier auf „Overweight“ hoch und hoben das Kursziel von 64 auf 73 US-Dollar an. Dieser Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Skepsis an der Wall Street ihren Höhepunkt erreicht hat. Die Analysten gehen jedoch davon aus, dass der Tiefpunkt bei der Margenentwicklung und dem Produktzyklus bereits überwunden ist.
Nordamerika wächst, China bremst
Die Gründe für den vorsichtigen Optimismus liegen auf dem Heimatmarkt. Unter der Leitung von CEO Elliott Hill verzeichnete Nordamerika zuletzt ein Umsatzplus von neun Prozent auf 5,6 Milliarden US-Dollar. Besonders die wichtige Laufschuh-Sparte glänzte im zweiten Quartal mit einem Wachstum von 20 Prozent. Dies zeigt, dass die neuen Modelle bei den Kunden wieder Anklang finden.
Doch das Bild ist zweigeteilt. Im Großraum China brach der Umsatz im gleichen Zeitraum um 17 Prozent ein. Diese Schwäche veranlasste Wells Fargo kürzlich dazu, den Titel von ihrer Liste der „Top Picks“ zu streichen, auch wenn die generelle Kaufempfehlung bestehen bleibt. Das Management räumte ein, dass die Erholung in dieser Region noch ganz am Anfang steht.
Umbaukosten belasten die Bilanz
Der laufende Konzernumbau hinterlässt deutliche Spuren in der Bilanz. Im zweiten Geschäftsquartal brach der Gewinn je Aktie im Jahresvergleich um 32 Prozent ein, da unter anderem die Marketingausgaben schneller stiegen als die Einnahmen. Zusätzlich belasten Umstrukturierungskosten in Höhe von rund 300 Millionen US-Dollar das Ergebnis. Um die finanzielle Flexibilität zu wahren, sicherte sich das Unternehmen Anfang März eine neue Kreditlinie über eine Milliarde US-Dollar.
Die anhaltenden Herausforderungen spiegeln sich auch im Kursverlauf wider. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 48,16 Euro notiert das Papier knapp 29 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres und spiegelt die anhaltende Vorsicht der Investoren wider.
Blick auf die kommenden Zahlen
Das Management selbst bezeichnet den aktuellen Umbau als ein Projekt, das sich erst in der Mitte seiner Umsetzung befindet. Eine spürbare Beschleunigung des Umsatzwachstums könnte noch ein weiteres Jahr auf sich warten lassen. Ob die positive Dynamik in Nordamerika ausreicht, um die Schwäche in China und den Margendruck auszugleichen, wird sich am 31. März zeigen. An diesem Tag veröffentlicht der Konzern nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal.
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