Nike Aktie: Quartalszahlen am 26. Juni
Mehrere Großbanken reduzieren ihre Kursziele für Nike. Der Sportartikelriese kämpft mit CFO-Wechsel und schwachen China-Geschäften.

- CFO-Wechsel zu David Denton im August
- KeyBanc stuft Nike auf Hold herab
- China-Umsatzrückgang von bis zu 20%
- Aktie notiert 48% unter Jahreshoch
Der Sportartikelriese Nike erlebt eine schwierige Phase. Die Aktie schloss am Freitag bei 35,87 Euro – ein Minus von 8,79 Prozent in nur einer Woche. Vor den Quartalszahlen im Juni drücken gleich mehrere Faktoren auf die Stimmung.
CFO-Wechsel als Vorbote?
Im August übernimmt David Denton den Posten des Finanzvorstands. Der ehemalige Pfizer-CFO folgt auf Matthew Friend, der bis September für den Übergang bleibt. Marktbeobachter werten den Wechsel als Signal für einen konservativeren Finanzkurs. Sein Gehalt: 1,45 Millionen Dollar Grundvergütung plus Boni und Aktienpakete.
Die Hoffnung: Denton könnte die Prognosen neu aufsetzen und einen klareren Sanierungskurs vorgeben.
Mehrere Großbanken senken Kursziele
Die Analystenstimmung kippt. KeyBanc stufte die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ herunter – wegen eines schleppenden Turnarounds und schwacher Geschäfte in China sowie der Region Europa, Naher Osten, Afrika.
Weitere Abwertungen folgten:
- Evercore ISI senkte das Kursziel auf 46 Dollar und berichtet von Auftragsstornierungen in US-Lifestyle-Store sowie Lieferkettenproblemen in Europa.
- Stifel reduzierte sein Ziel auf 50 Dollar mit Verweis auf Marktanteilsverluste.
- Deutsche Bank kürzte auf 43 Dollar bei „Hold“.
- Oppenheimer strich das Kursziel von 120 auf 60 Dollar zusammen – behielt aber die Einstufung „Outperform“ bei.
Der Konsens für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026: ein Umsatzminus von zwei bis drei Prozent auf rund 10,85 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll zwischen elf und 13 Cent liegen.
China-Sorgen drücken die Stimmung
Besonders der chinesische Markt bereitet Sorgen. Hier rechnen Analysten mit einem Umsatzrückgang von bis zu 20 Prozent auf rund 1,18 Milliarden Dollar.
Technisch steht die Aktie weiter unter Druck. Sie notiert rund 48 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 68,37 Euro. Das Jahrestief lag bei 35,02 Euro – nur zwei Prozent unter dem aktuellen Kurs. Der RSI von 36 signalisiert eine moderate Überverkauft-Situation.
Ausblick: Margen im Fokus
Die Bruttomarge wird für das Quartal bei knapp 40 Prozent erwartet. Das Unternehmen rechnet zudem mit einer Steuergutschrift aus Zollrückerstattungen – ein Posten, der in bisherigen Prognosen fehlte.
Die Kernfrage: Kann der neue Finanzvorstand Denton den Abwärtstrend stoppen? Die nächsten Quartalszahlen am 26. Juni liefern die erste Antwort.
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