Nike Aktie: Reicht die Pace-Reform?
Nike meldet Umsatzrückgänge, kündigt das Sparprogramm Pace an und setzt auf neue Basketball- und Laufmodelle.

- LeBron 24 kommt im November
- Laufsportmodelle starten gestaffelt ab Oktober
- Umsatz sinkt um vier Prozent
- Pace soll bis 2031 rund 2,5 Milliarden Dollar einsparen
Gestern stellte Nike den LeBron 24 offiziell vor. Der Basketballschuh gilt laut Unternehmensangaben als das bislang leichteste Modell innerhalb der Signature-Linie von LeBron James. Für den weltweiten Markt ist die Markteinführung am 17. November geplant. Mit der Vorstellung forciert der Sportartikelhersteller seine Produktpipeline im Hochleistungssegment, um sportliche Akzente gegen die jüngste operative Schwäche zu setzen.
Frische Modelle im Basketball und Laufsport
Der Vorstoß im Basketballsport folgt auf eine weitere Produktankündigung für den Ausdauerbereich. Am 30. September präsentierte der Konzern ein neues Wettkampfsystem für den Laufsport. Das Paket umfasst die Modelle Alphafly 4, Nike Apex sowie Swooshfly. Während der Alphafly 4 bereits im Oktober auf den Markt kommt, sind die Einführungen der weiteren Modelle für Januar 2027 und Februar 2027 vorgesehen.
Mit diesen Neuvorstellungen will Nike seine Kernkompetenz im Innovationsbereich stärken. Neue Modelle im Leistungsbereich gelten traditionell als wesentlicher Treiber für die Markenwahrnehmung und das weltweite Konsumenteninteresse.
Restrukturierung soll Kosten dämpfen
Die Produktinitiativen treffen auf ein spürbar abgekühltes Geschäft. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 fiel der Umsatz im Jahresvergleich um 4 % auf 11,2 Milliarden $. Das verwässerte Ergebnis je Aktie erreichte 0,48 $. Einen deutlichen Rückgang verzeichnete das Unternehmen vor allem in der Region Greater China, wo die Erlöse um 26 % einbrachen.
Als Gegenmaßnahme kündigte Nike das operative Transformationsprogramm „Pace“ an. Der Konzern plant eine weitere Verschlankung der Belegschaft, bei der betroffene Rollen ab 2027 festgelegt werden sollen. Zudem stellt sich das Unternehmen weltweit auf drei geografische Regionen um und baut einen zusätzlichen Campus im indischen Bengaluru auf.
Über diese Maßnahmen strebt das Management bis zum Geschäftsjahr 2031 kumulierte Einsparungen von rund 2,5 Milliarden $ an. Für die Umsetzung rechnet der Konzern bis zum Geschäftsjahr 2031 zugleich mit Vorsteuerbelastungen von rund 1,0 Milliarde $.
Verhaltener Kursverlauf an der Börse
An den Finanzmärkten sorgten die Ankündigungen bisher für wenig Euphorie. Gestern legte die Aktie um 0,6 % zu und beendete den Handel bei einem Schlusskurs von 30,27 €. Im langfristigen Chartbild bleibt der Druck spürbar: Der Titel notiert 27 % unter dem 200-Tage-Durchschnitt.
Ob die Kombination aus neuen Spitzenmodellen und internen Sparprogrammen ausreicht, um den Abwärtstrend nachhaltig zu stoppen, dürften die kommenden Produkteinführungen zeigen.
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