Nike Aktie: Richter lässt Rabattklage weiterlaufen
Ein US-Richter lässt das Verfahren wegen irreführender Rabattwerbung weiterlaufen; zugleich belasten Umsatzrückgänge und der Konzernumbau Nike.

- Richter weist Nikes Einstellungsantrag zurück
- Kläger beanstanden falsche Fristangaben
- Quartalsumsatz sinkt um vier Prozent
- Pace soll bis 2031 rund 2,5 Milliarden Dollar einsparen
Juristischer Gegenwind für den US-Sportartikelhersteller Nike: Das Unternehmen konnte eine drohende Sammelklage wegen irreführender Rabatt-Aktionen vor Gericht nicht abwenden.
Ein Richter im US-Bundesstaat Washington lehnte am Montag einen Antrag des Konzerns ab, das Verfahren vorzeitig einzustellen. Im Kern werfen die Kläger Nike vor, Kunden mit falschen Fristangaben in Werbe-E-Mails zu schnellen Kaufentscheidungen gedrängt zu haben. Nach der gerichtlichen Entscheidung wird das Verfahren nun weitergeführt.
Druck auf mehreren Ebenen
Für Nike kommt das juristische Verfahren zur Unzeit. Der Konzern kämpft auf mehreren Fronten mit Gegenwind im operativen Geschäft. Vor gut einer Woche stellte das Management für das Geschäftsjahr 2027 einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Seither legte das Papier zwar um 3,0 Prozent zu und ging am Freitag bei 31,00 Euro aus dem Handel, notiert damit aber weiterhin 49 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Neben der schwächelnden Nachfrage belasten insbesondere regionale Einbrüche die Zwischenbilanz. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 sank der Konzernumsatz um 4 Prozent auf 11,2 Milliarden $, während der verwässerte Gewinn je Aktie 0,48 $ erreichte. Besonders deutlich fiel das Minus in der Region Greater China aus, wo die Erlöse um 26 Prozent einbrachen.
Umbauprogramm soll Kosten senken
Um gegenzusteuern, hat das Management das Restrukturierungsprogramm Pace auf den Weg gebracht. Die Initiative zielt auf kumulierte Einsparungen von rund 2,5 Milliarden $ bis zum Geschäftsjahr 2031 ab. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen im Zuge des Umbaus mit Vorsteuerbelastungen in Höhe von etwa 1 Milliarde $.
Parallel dazu versucht die Marke über gezielte Produkt- und Marketinginitiativen Impulse zu setzen. So kündigte die Unternehmenstochter Jordan Brand am Donnerstag Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum des Films Space Jam an.
Ob solche Nostalgie-Kampagnen und das eingeleitete Sparprogramm ausreichen, um die Trendwende herbeizuführen, hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie schnell Nike die Schwächen im Kerngeschäft und die juristischen Baustellen in den Griff bekommt.
Nike-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nike-Analyse vom 10. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Nike-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nike-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nike: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




