Nike: Payout Ratio auf 117%
Nikes Dividendenzahlungen übersteigen den Gewinn, während neue US-Zölle die Margen belasten. Der Turnaround-Plan soll die Aktie stabilisieren.

- Dividende übersteigt Gewinn je Aktie
- Neue US-Importzölle belasten die Margen
- Aktienkurs deutlich unter Allzeithoch
- Turnaround-Plan zeigt erste Erfolge
Eine Payout Ratio von 117 Prozent — das ist kein Warnsignal mehr, das ist ein Alarm. Bei Nike übersteigt die vierteljährliche Dividende von 0,41 Dollar je Aktie den Gewinn je Aktie von 0,35 Dollar. Und das ist kein Ausreißer.
Gewinne brechen weg, Dividende bleibt
Im jüngsten Quartal fiel Nikes Nettogewinn um 35 Prozent auf 520 Millionen Dollar. Vier Quartale in Folge überstiegen die Dividendenzahlungen den freien Cashflow. Das Unternehmen zahlt also mehr aus, als es operativ erwirtschaftet.
Ein Schnitt ist trotzdem nicht unmittelbar zu erwarten. Nike hält 5,8 Milliarden Dollar in liquiden Mitteln — genug, um die Dividende noch eine Weile aus der Kasse zu bedienen. Das eigentliche Motiv dahinter ist strategisch: Noch ein Erhöhung im Jahr 2027, und Nike erreicht offiziell den Status eines Dividend Aristocrat. 24 Jahre ununterbrochener Erhöhungen stehen auf dem Spiel. Einen Schnitt riskiert das Management erst dann, wenn keine andere Option mehr bleibt.
Zölle verschärfen den Druck
Die Ertragsschwäche hat einen zweiten Treiber. Die neuen US-Importzölle kosten Nike schätzungsweise 1,5 Milliarden Dollar pro Jahr. Das drückt die Bruttomarge um 120 Basispunkte. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres schrumpfte die Bruttomarge bereits um 2,5 Prozentpunkte.
Rund 16 Prozent der in die USA importierten Nike-Schuhe stammen aus China — und unterliegen einem Zoll von 30 Prozent. Nike will den Anteil chinesischer Importe bis Ende des Geschäftsjahres 2026 auf einen niedrigen einstelligen Prozentbereich senken.
Kurs weit unter alten Hochs
Der Markt hat die Lage längst eingepreist. Die Nike-Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 26 Prozent und notiert aktuell bei 39,81 Euro — knapp 42 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 68,37 Euro. Vom Allzeithoch aus dem Jahr 2021 trennen die Aktie sogar rund 70 Prozent.
Immerhin: Das Quartalsergebnis von 0,35 Dollar je Aktie übertraf den Konsens von 0,30 Dollar deutlich. Und im US-Schuhmarkt — Nikes wichtigstem Einzelmarkt — stiegen die Umsätze zuletzt um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sind frühe Signale, dass der interne Turnaround-Plan „Win Now“ erste Wirkung zeigt.
Ob Nike die Dividende im kommenden Jahr erneut erhöht, hängt davon ab, wie schnell sich die Margen erholen und wie viel Kapital der Konzern für seine Wachstumsstrategie benötigt. Die nächste Dividendenentscheidung wird zeigen, wie ernst das Management den Aristocrat-Status wirklich nimmt.
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