Nike überzeugt nicht, trotz guter Zahlen

Der Sportartikel-Hersteller Nike konnte gute Ergebnisse für das vergangene Geschäftsjahr vorliegen, doch den Aktionären fehlen die Visionen. Nach Bekanntgabe der Zahlen rutschte die Aktie um mehrere Prozent ab.

Wie das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte, erhöhten sich die Erlöse von Nike zwar um 5 % auf 8,43 Mrd. Dollar im vergangenen Jahr, allerdings hatten die Analysten mit mehr gerechnet. Außerdem ging eine der wichtigen Kennziffern für künftige Bestellungen zurück, während Experten vorausgesagt hatten, dass dieser Bereich zulegen würde. Der Quartalsgewinn von Nike stieg allerdings um 20 % auf 1,14 Mrd. Dollar an.

Nike-Anleger unzufrieden mit den Zuwächsen

Trotz der eigentlich guten Zahlen waren die Anleger unzufrieden, denn sie hatten mit mehr gerechnet. Vor allem mit dem Wachstum auf dem Heimatmarkt USA zeigten sich die Investoren nicht glücklich. Hier legte das Unternehmen im Quartal (bis Ende Februar) nur um 3 % zu. Denn die Konkurrenz von Adidas und Under Armour spürt der Sportartikelhersteller sehr deutlich. Über Jahre hinweg hatte Nike den Sportschuhe-Markt in Amerika dominiert, doch nun gewinnen Adidas und Under Armour durch modischere Schuhmodelle oder prominente Werbepartner immer stärker an Boden.

Und auch der europäische Markt überzeugte nicht, denn auch hier gingen die Zuwächse auf 4 % zurück. Aber dank boomender Märkte in China und Japan rettet die Asienregion die Bilanz. Hier steigerte der Konzern den Umsatz im Quartal um rund 5 % auf 8,4 Mrd. Dollar. Konzernchef Mark Parker sprach von „einem weiteren soliden Quartal mit Wachstum und Profitabilität“.

Und auch der Dollar zeigte sich im letzten Quartal als Problem für eine gute Geschäftsentwicklung: Denn um Währungseffekte bereinigt hätte der Umsatz eigentlich um 8 % zugelegt. So musste sich der Konzern allerdings mit einem schlechteren Ergebnis zufrieden geben.

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