Nikkei 225: Einziger Verlierer in Asien

Japans Leitindex verlor 0,6 Prozent; technische Marken zeigen mögliche Unterstützungen und Erholungsziele.

Die Kernpunkte:
  • Nikkei fällt auf 64.917 Punkte
  • Kospi steigt um 1,8 Prozent
  • Unterstützung liegt bei 63.572,5 Punkten
  • Erholung über 65.000 Punkte könnte Käufe auslösen

Ruhiger Wochenstart an Asiens Börsen, aber nicht in Tokio. Während Südkorea und China zulegten, gab Japans Leitindex nach. Er bleibt damit unter Druck, nachdem er zuletzt von deutlich höheren Niveaus abgerutscht ist.

Japan hinkt der Region hinterher

Der Nikkei 225 verlor am Montag 0,6 Prozent auf 64.917 Punkte. Der südkoreanische Kospi gewann dagegen 1,8 Prozent und knüpfte an seine Erholung vom Freitag an. Der chinesische CSI 300 legte leicht um 0,1 Prozent zu, der australische ASX 200 um 0,4 Prozent.

Marktstratege Jim Reid von Deutsche Bank Research sprach von einem vergleichsweise ruhigen Start nach einer turbulenten Vorwoche. Damals dominierten wieder aufgeflammte Sorgen über die hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz das Geschehen. Der technologielastige Nikkei reagiert auf solche Themen besonders empfindlich. In Hongkong fand wegen eines Feiertags kein Handel statt.

Charttechnik zeigt Schwäche

Das Bild ist angeschlagen. Der Index ist von rund 71.500 Punkten steil abgerutscht und notiert klar unter der Ichimoku-Wolke, deren Unterkante bei etwa 65.600 Punkten liegt. Der Trend gilt nach dem Trendstärkemaß ADX mit über 43 als ungewöhnlich ausgeprägt.

Im frühen Handel fiel der Index zeitweise bis auf rund 64.300 Punkte. Die wichtigste Unterstützung liegt bei 63.572,5 Punkten. Fällt sie, rückt als nächstes Ziel die Marke von 62.800 Punkten in den Blick, danach das Makrotief bei 60.520 Punkten.

Allerdings mehren sich Anzeichen einer Gegenbewegung. Der RSI liegt bei etwa 31,5, der Kurs bewegte sich nahe dem unteren Bollinger-Band. Eine Doji-Kerze nahe 64.310 Punkten deutet auf eine Verschnaufpause der Verkäufer hin. Eine Rückeroberung der Marke von 65.000 Punkten könnte Eindeckungskäufe auslösen.

Bis dahin dürfte die Spanne zwischen 63.572,5 und 65.000 Punkten den Takt vorgeben. Ein Schlusskurs darunter würde das bärische Szenario bestätigen, ein Ausbruch darüber den Weg zu rund 66.500 Punkten öffnen.

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