Nikkei 225: Erholung nach Talfahrt
Der japanische Leitindex legt nach starken Verlusten deutlich zu. Auslöser sind Trumps Aussetzung von Iran-Angriffen, ein schwächerer Yen und sinkende Ölpreise.

- Index gewinnt rund 1,4 Prozent nach vorherigem Absturz
- Entspannung im Nahostkonflikt stützt Risikobereitschaft
- Finanzwerte und Exportunternehmen führen die Erholung an
- Schwacher Yen und fallende Ölpreise wirken unterstützend
Nach zwei verlustreichen Handelstagen zeigt der Nikkei 225 heute wieder Stärke. Der japanische Leitindex dreht klar ins Plus – angetrieben von einer Gegenbewegung, die ihre Wurzeln weit außerhalb Japans hat.
Geopolitik gibt den Takt vor
Den Ausschlag für die Erholung lieferte US-Präsident Trump: Er ordnete an, geplante Angriffe auf iranische Energieanlagen vorerst auszusetzen. Das reichte aus, um die Risikobereitschaft an den Märkten spürbar zu heben. Die Wall Street legte daraufhin kräftig zu – Dow Jones plus 1,4 Prozent, Nasdaq und S&P 500 ebenfalls mit deutlichen Gewinnen. Tokio folgt dem Beispiel.
Beim Nikkei stehen aktuell rund 1,4 Prozent Aufschlag zu Buche, der Index notiert bei rund 52.224 Punkten. Das ist eine echte Erholung nach dem brutalen Rücksetzer der vergangenen zwei Sitzungen, in denen der Index insgesamt rund 3.700 Punkte verlor.
Finanzwerte und Exporteure vorne
Besonders gefragt sind heute Finanzwerte. Mizuho Financial legt rund drei Prozent zu, Mitsubishi UFJ Financial gewinnt mehr als zwei Prozent. Auch die Exportwerte melden sich zurück: Panasonic klettert fast drei Prozent nach oben, Canon und Mitsubishi Electric legen je knapp zwei Prozent zu.
Ibiden und Sumitomo Metal Mining stechen mit Aufschlägen von jeweils über sechs Prozent hervor. Der Rücksetzer der vergangenen Tage war offensichtlich für viele Anleger eine Kaufgelegenheit.
Ölpreise und Inflationsdaten im Blick
Die Entspannung im Nahostkonflikt hat den Ölpreis ordentlich unter Druck gesetzt. WTI-Rohöl verlor gestern über zehn Prozent und fiel auf rund 88 Dollar je Barrel. Das ist für exportorientierte Volkswirtschaften wie Japan grundsätzlich eine gute Nachricht – niedrigere Energiekosten entlasten die Unternehmen.
Hinzu kommen frische Inflationszahlen aus Japan. Die Verbraucherpreise stiegen im Februar auf Jahresbasis um 1,3 Prozent – etwas schwächer als erwartet. Der Kernindex legte um 1,6 Prozent zu, nach noch zwei Prozent im Vormonat. Der Inflationsdruck lässt also nach, was die Bank of Japan nicht zu voreiligen Zinsschritten zwingt.
Der Yen zeigt sich derweil schwächer, der Dollar handelt bei rund 158 Yen. Das stützt die Gewinnaussichten japanischer Exportkonzerne zusätzlich und dürfte ein weiterer Grund für die heutige Kauflaune sein.
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