Nikkei 225: Nahost-Einigung beflügelt Tokio

Der Nikkei 225 steigt um 5,3 Prozent, nachdem USA und Iran die Wiederöffnung der Straße von Hormus vereinbaren.

Die Kernpunkte:
  • Nikkei 225 steigt um 5,3 Prozent
  • USA und Iran einigen sich auf Abkommen
  • Straße von Hormus wird wieder geöffnet
  • Ölpreis fällt deutlich unter 85 Dollar

Ein Abkommen verändert an diesem Montag die Stimmung an den asiatischen Börsen grundlegend. Die USA und der Iran haben sich auf ein Rahmenabkommen geeinigt — und der Nikkei 225 reagiert mit einem der stärksten Tagesgewinne seit Monaten.

Straße von Hormus als Schlüssel

Der Kern des Abkommens: Die Straße von Hormus soll unverzüglich und ohne Durchfahrtsgebühren wieder geöffnet werden. Die Meerenge war im Zuge des Iran-Kriegs blockiert worden — mit erheblichen Folgen für den globalen Öl- und Gashandel aus dem Persischen Golf. Das Rahmenabkommen sieht außerdem Sanktionserleichterungen für Teheran vor, geknüpft an Compliance-Vorgaben.

Die Märkte preisen das schnell ein. Der Nikkei 225 legte gegen 5 Uhr MESZ um 5,3 Prozent zu — das ist ein deutlicher Sprung nach zwei bereits starken Vortagen, in denen der Index bereits rund 2,9 Prozent gewonnen hatte. Zuletzt notierte er knapp über der 66.000-Punkte-Marke.

Automobil- und Finanzwerte vorn

Am Freitag waren es vor allem Automobilhersteller und Finanzwerte, die den Nikkei um 2,81 Prozent auf 66.020 Punkte getrieben hatten. Mazda Motor legte dabei um mehr als 3 Prozent zu, Sumitomo Mitsui Financial um ähnlich viel. Toyota und Nissan folgten mit moderateren Gewinnen. Gegenläufig entwickelte sich Sony mit einem Minus von rund 2,3 Prozent.

Der positive Rückenwind kommt auch von der Wall Street: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq hatten am Freitag allesamt im Plus geschlossen, angetrieben von denselben Nahost-Hoffnungen.

Öl reagierte indes mit Verlusten — WTI-Rohöl fiel am Freitag um mehr als 3 Prozent auf rund 85 Dollar je Barrel. Für Japan als rohstoffarmes Exportland mit hoher Energieimportabhängigkeit ist günstigeres Öl strukturell positiv: niedrigere Produktionskosten stützen die Gewinnmargen der Industrie.

Aus Tokio stehen heute noch die April-Daten zum Aktivitätsindex im Dienstleistungssektor auf dem Programm — ein kleineres, aber beachtetes Signal für die Binnenwirtschaft.

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