Nikkei 225: SoftBank treibt Kurssprung

Der japanische Leitindex Nikkei 225 erholt sich deutlich und steigt um 5,38 Prozent. SoftBank und Chipwerte führen die Erholung an.

Die Kernpunkte:
  • Nikkei 225 steigt um 5,38 Prozent
  • SoftBank Group legt über 15 Prozent zu
  • Chipwerte wie Advantest und Tokyo Electron stark
  • Wall Street-Rally und Ölpreis stützen Erholung

Nach zwei Tagen mit herben Verlusten dreht der japanische Leitindex kräftig auf. Der Nikkei 225 springt am Freitag um 5,38 Prozent auf 65.196,04 Punkte und macht damit einen Großteil der vorherigen Talfahrt wieder wett. Zur Erinnerung: Erst am Mittwoch war der Index binnen zwei Sitzungen um rund 3.500 Punkte oder sechs Prozent eingebrochen.

Den Grundstein für die Erholung legte bereits der Handel am Donnerstag, als der Nikkei um 0,71 Prozent auf 61.867,43 Punkte zulegte. Rückenwind kam von der Wall Street: Der technologielastige Nasdaq schoss um 2,8 Prozent nach oben, der S&P 500 gewann 1,7 Prozent und der Dow legte um 1,2 Prozent zu. Starke Quartalszahlen von Microsoft befeuerten die Rally, während zurückgehende US-Verbraucherpreise die Zinssorgen dämpften.

Chipwerte und SoftBank führen die Kurstafel an

In Tokio zeigt sich das Bild an diesem Freitag extrem uneinheitlich. Schwergewicht SoftBank Group schießt um mehr als 15 Prozent nach oben, während Chipausrüster Advantest fast 18 Prozent zulegt und Tokyo Electron mehr als 10 Prozent gewinnt. Auch Sumco, Furukawa Electric und Mitsui Kinzoku springen jeweils um rund 15 Prozent.

Auf der Verliererseite steht ein anderes Bild: Nomura Research Institute verliert fast 13 Prozent, Konica Minolta rutscht um knapp 12 Prozent ab und Fujitsu gibt fast 7 Prozent nach. Auch Nintendo und Hitachi Construction Machinery zählen mit Abschlägen von rund 6 Prozent zu den schwächeren Werten. Bei den Autobauern hinkt der Sektor der breiten Erholung hinterher – Toyota und Honda notieren leicht im Minus.

Am Devisenmarkt notiert der Dollar im unteren 160-Yen-Bereich. Stützend wirkt zudem der Ölpreis: Der Preis für WTI-Rohöl fiel zuletzt auf 83,81 Dollar je Barrel, nachdem Gespräche zwischen Iran und Oman über die Straße von Hormus Hoffnung auf eine ungestörte Ölversorgung aus der Golfregion geweckt hatten. Mit Blick auf die kommenden Handelstage dürften die Bewegungen bei Chip- und Technologiewerten der entscheidende Gradmesser dafür bleiben, ob sich die Erholung verstetigt oder erneut ins Wanken gerät.

Anzeige

Nikkei 225: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nikkei 225-Analyse vom 31. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Nikkei 225-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nikkei 225-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nikkei 225: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nikkei 225