Nintendo Aktie: 6,41 Milliarden Yen Rechtskosten

Nintendo verzeichnet neue Rechtskosten und hebt Switch-2-Preise an. Die Aktie fällt auf ein 52-Wochen-Tief, Analysten senken ihre Kursziele.

Die Kernpunkte:
  • Einmaliger Rechtsaufwand von 41 Mio. Dollar
  • Switch 2 wird in USA und Europa teurer
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Analysten senken durchschnittliche Kursziele

Nintendo verliert weiter an Boden. Neue Rechtskosten und höhere Preise für die Switch 2 belasten die Stimmung. Der Kurs rutschte in dieser Woche auf ein frisches 52-Wochen-Tief.

Sonderkosten und Unsicherheit

Der Konzern hat für das Geschäftsjahr bis Ende März eine außergewöhnliche Belastung von 6,41 Milliarden Yen verbucht. Das entspricht rund 41 Millionen Dollar. Es handelt sich um einen einmaligen Rechtsaufwand.

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Im Vorjahr fiel in dieser Position nichts an. Genau das macht den Posten für den Markt bemerkenswert. Der Betrag ist zwar klein im Verhältnis zum Vorsteuergewinn, aber die fehlenden Details zum Streitfall sorgen für zusätzliche Unsicherheit.

Höhere Preise für die Switch 2

Parallel dazu hat Nintendo Preiserhöhungen für die Switch 2 bestätigt. In den USA und Europa greifen sie ab September. Als Begründung nennt das Unternehmen veränderte Marktbedingungen, vor allem teurere Speicherchips und höhere Logistikkosten.

Präsident Shuntaro Furukawa sagte, die neuen Preise deckten die gestiegenen Herstellungskosten nicht vollständig ab. Das zeigt, wie eng die Kalkulation bei der neuen Hardware bleibt. Kein Wunder, dass der Markt nervös reagiert.

Der Kurs spürt das deutlich. Die Aktie notiert bei 39,30 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt sie fast 46 Prozent im Minus. Auch der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt ist mit knapp 37 Prozent erheblich.

Analysten werden vorsichtiger

Die Skepsis zieht auch die Bewertungsmodelle nach unten. Die durchschnittlichen Kursziele sind in den vergangenen Tagen um rund 7,5 Prozent gefallen und liegen nun bei etwa 10.828 Yen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Nintendo weiter kräftige Schwankungen beim Übergang zur neuen Konsole. Im März 2027 sollen die Nettoumsätze um etwa 11 Prozent auf 2,05 Billionen Yen sinken. Beim operativen Gewinn rechnet der Konzern noch mit 370 Milliarden Yen. Der Nettogewinn könnte dagegen um bis zu 27 Prozent zurückgehen.

Gegensteuern will Nintendo mit neuen, bislang nicht angekündigten Spielen und dem Ausbau der digitalen Dienste. Dort zählt der Konzern derzeit rund 40 Millionen Abonnenten. Später in diesem Jahr dürfte genau dieser Software-Nachschub darüber entscheiden, ob die Switch-2-Erzählung wieder Schwung bekommt.

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