Nokia Aktie: 138 Prozent Anstieg seit Jahresbeginn
Nokia profitiert von KI-Welle: Analysten-Upgrades und starke Quartalszahlen treiben Aktie auf höchsten Stand seit 2010.

- Aktie schließt bei 13,26 Euro
- Morgan Stanley erhöht Kursziel auf 14 Euro
- KI-Labor in Sunnyvale eröffnet
- Operatives Ergebnis steigt um 54 Prozent
Nokia hat eine Woche hinter sich, die das Unternehmen neu definiert hat. Ein KI-Labor in Sunnyvale, eine Welle von Analysten-Upgrades und starke Quartalszahlen trafen gleichzeitig ein. Das Ergebnis: Die Aktie schloss am Freitag bei 13,26 Euro — dem höchsten Stand seit 2010.
Der Tageszuwachs betrug knapp neun Prozent. Seit Jahresbeginn hat die Aktie mehr als 138 Prozent zugelegt.
Analysten revidieren ihr Bild grundlegend
Den stärksten Impuls setzte Morgan Stanley am Freitagmorgen. Die Bank hob ihr Kursziel von 11 auf 14 Euro an und bekräftigte Nokia als Top-Pick. Das Argument: Nokia sei einzigartig positioniert, um vom wachsenden KI-Investitionszyklus in Rechenzentren zu profitieren.
Morgan Stanley war nicht allein. CFRA, Argus, JPMorgan, Deutsche Bank, Arete und Nordea hoben im Laufe der Woche entweder ihr Rating oder ihr Kursziel an. CFRA stufte Nokia von Hold auf Buy hoch und verdoppelte sein Ziel auf 16 Dollar. Argus folgte mit einem Buy-Rating und einem Ziel von 15 Dollar. Beide Häuser begründeten ihre Entscheidung mit der KI-getriebenen Nachfrage nach optischer Netzwerktechnik.
KI-Labor in Sunnyvale als konkretes Signal
Am Donnerstag eröffnete Nokia sein KI Networking Innovation Lab in Sunnyvale, Kalifornien. Das Labor richtet sich auf Rechenzentrumsnetze für KI-Training und -Inferenz aus. Partner sind AMD, Keysight, Lenovo, Supermicro und weitere Unternehmen — alle unter einem offenen Standardrahmen vereint.
Nokia entwickelt dort KI-fähige Netzwerkprotokolle, Switching-Chips und vollständige Hardware-Plattformen. Das Ziel: die Bandbreiten- und Latenzanforderungen moderner KI-Modelle erfüllen. Kein strategisches Versprechen mehr, sondern eine laufende Einrichtung.
Zahlen liefern die Grundlage
Das erste Quartal 2026 untermauert die neue Erzählung. Das vergleichbare Betriebsergebnis stieg um 54 Prozent auf 281 Millionen Euro — deutlich über dem Konsens von 250 Millionen Euro. Umsätze mit KI- und Cloud-Kunden wuchsen um 49 Prozent im Jahresvergleich. Dieser Bereich generierte im Quartal allein eine Milliarde Euro an Aufträgen.
Nokia hob die Wachstumsprognose für das Segment Optik und IP-Netzwerke auf 18 bis 20 Prozent an — zuvor lag die Spanne bei 10 bis 12 Prozent. CEO Justin Hotard erklärte, das Unternehmen liege oberhalb der Mitte seiner Jahresprognose für das Betriebsergebnis von 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro.
Bewertung und Risiko
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 96. Der Markt zahlt für künftiges Potenzial, nicht für aktuelle Gewinne. Das macht die Aktie anfällig, sobald die KI-Fantasie nachlässt.
Ein Kontrast schärft das Bild: Konkurrent Ericsson verfehlte im April seine eigene Gewinnprognose — wegen höherer KI-Chip-Kosten und schwächerer Nordamerika-Umsätze. Nokias Outperformance fällt dadurch umso stärker auf.
Die nächste Bewährungsprobe kommt mit den Quartalszahlen, die für den 21. Juli 2026 erwartet werden. Dann muss Nokia zeigen, ob das erste Quartal Trend oder Ausnahme war.
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