Nokia Aktie: 54 Prozent Gewinnsprung im Q1
Nokia profitiert von KI-Boom: Neues Labor in Kalifornien und starke Quartalszahlen beflügeln die Aktie auf den höchsten Stand seit 16 Jahren.

- Kursanstieg von über 9 Prozent
- Neues KI-Labor in Kalifornien
- Operativer Gewinn steigt um 54 Prozent
- Aufträge im KI-Bereich legen zu
Nokia bekommt an der Börse einen neuen Anstrich: weg vom klassischen Telekom-Ausrüster, hin zum Infrastrukturwert für KI- und Cloud-Netze. Der Start eines neuen AI Network Innovation Lab in Kalifornien trifft auf starke Quartalsdaten und Rückenwind von Analysten. Das reicht für eine kräftige Neubewertung.
Am Freitag sprang der Kurs um 9,24 Prozent und schloss bei 13,30 Euro. Das war der höchste Schlusskurs seit mehr als 16 Jahren. Seit Jahresanfang steht damit ein Plus von 138,86 Prozent zu Buche.
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KI-Labor liefert die passende Story
Mit dem neuen AI Network Innovation Lab in Kalifornien will Nokia enger mit KI- und Cloud-Partnern arbeiten. Im Kern geht es um Netzwerktechnik für Rechenzentren und datenintensive Anwendungen. Genau dort wächst der Investitionsbedarf, weil KI-Modelle immer größere Datenmengen bewegen müssen.
Die Börse reagiert nicht nur auf eine schöne Zukunftserzählung. Nokia hat bereits operative Fortschritte gezeigt. Der vergleichbare operative Gewinn stieg im ersten Quartal um 54 Prozent auf 281 Millionen Euro und lag damit klar über der Markterwartung von 250 Millionen Euro.
Auch das Geschäft mit KI- und Cloud-Kunden zieht an. Die Erlöse in diesem Bereich wuchsen um 49 Prozent und machten 8 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Im Quartal kamen Aufträge im Volumen von 1 Milliarde Euro hinzu.
Für optische und IP-Netze hob Nokia den Ausblick auf 18 bis 20 Prozent Wachstum an. Zuvor hatte die Spanne bei 10 bis 12 Prozent gelegen. Das ist wichtig, weil genau diese Sparte als Hebel für die KI-Infrastrukturstory gilt.
Analysten sehen mehr Potenzial
Der positive Kursimpuls wurde durch mehrere Analystenhäuser verstärkt. Morgan Stanley, CFRA, Argus, JPMorgan, Deutsche Bank, Arete und Nordea erhöhten entweder ihre Einschätzung oder ihre Kursziele für Nokia. Im Mittelpunkt steht vor allem die Erwartung, dass Nokia vom Ausbau der Rechenzentren und vom steigenden Bedarf an optischen Netzen profitieren kann.
Hinzu kommt die Genehmigung der US-Behörde FCC für Nokias In-Home-Breitbandgeräte. Das erleichtert weitere Auslieferungen in den USA und nimmt einem Teil des Gerätegeschäfts regulatorische Unsicherheit. Kein Wunder, dass der Markt die jüngsten Nachrichten gebündelt bewertet.
Nächster Test im Juli
Der starke Lauf hat die Erwartungen spürbar angehoben. Die Aktie notiert nicht nur auf einem neuen Hoch, sondern auch deutlich über ihren mittleren Kursniveaus der vergangenen Monate. Nach einem solchen Anstieg zählt nun vor allem, ob Nokia die KI- und Cloud-Dynamik in den kommenden Zahlen bestätigen kann.
Der nächste feste Termin ist der Bericht zum zweiten Quartal am 23. Juli 2026. Am 27. Juli folgt der Ex-Dividendentag für eine Ausschüttung von 0,04 Euro je Aktie. Bis dahin dürfte die KI-Story den Takt vorgeben — mit höherem Anspruch an jede neue operative Kennzahl.
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