Nokia Aktie: Die Exabyte-Wette!
Nokia prognostiziert für 2035 einen KI-Anteil von 44 Prozent am weltweiten Datenverkehr und nennt ein Netzwerkprojekt in North Carolina.

- Fast 3.789 Exabyte monatlicher Verkehr erwartet
- Hotwire beauftragt Nokia mit Netzwerkaufbau
- Inbetriebnahme Anfang 2027 erwartet
- IndeRes hebt Nokia auf „Reduzieren“
Nokia erwartet, dass künstliche Intelligenz im Jahr 2035 einen Anteil von 44 Prozent am weltweiten Netzwerkverkehr ausmachen wird. Damit legt Nokia eine Einschätzung zur langfristigen Entwicklung des Datenverkehrs vor, keine bereits erreichte Größenordnung.
Gestern stieg die Aktie um 3,5% auf 7,00 €. Zugleich erholten sich KI-bezogene Aktien nach dem Ausverkauf im Wochenverlauf auf breiter Front.
Prognose für den weltweiten Datenverkehr
Den gesamten globalen Netzwerkverkehr veranschlagt Nokia für 2035 auf fast 3.789 Exabyte pro Monat. Die Prognose verbindet damit eine Schätzung des künftigen Gesamtvolumens mit einer Erwartung zum Anteil künstlicher Intelligenz. Beide Angaben beziehen sich auf den weltweiten Verkehr und nicht auf Nokias eigenes Geschäftsvolumen.
Einen konkreten Anwendungsfall für entsprechend vorbereitete Infrastruktur liefert die Auswahl durch Hotwire Communications: Das Unternehmen hat Nokia mit dem Aufbau eines Netzwerks in North Carolina beauftragt, das für KI-Netzwerkarchitekturen vorbereitet sein soll. Die Inbetriebnahme wird Anfang 2027 erwartet.
Analysten honorierten das Quartalsergebnis
Eine günstigere Einschätzung veröffentlichte IndeRes am 26. Oktober. Medienberichten zufolge hob das Analysehaus seine Einstufung für Nokia von „Verkaufen“ auf „Reduzieren“ an. Zugleich erhöhte es das Kursziel von 6,5 EUR auf 7 EUR.
Als Begründung nannte IndeRes einen bereinigten operativen Quartalsgewinn, der stärker als erwartet ausgefallen sei. Hinzu kam nach Einschätzung des Hauses eine verbesserte Visibilität bei optischen Netzwerken und IP-Netzen.
Die Hochstufung führte damit nicht zu einer Kaufempfehlung; auch nach der Änderung lautete das Urteil des Hauses „Reduzieren“. Die Analystenaktion bezog sich auf das operative Ergebnis und die Geschäftsaussichten in diesen Netzwerkbereichen.
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