Nokia Aktie: Glasfaser-Strategie greift
Die SEB stuft Nokia auf Halten herab, hebt aber das Kursziel deutlich an. Der Konzern profitiert von der Nachfrage nach KI-Infrastruktur und neuen optischen Netzwerkprodukten.

- SEB ändert Empfehlung von Kauf auf Halten
- Kursziel wird auf 7,40 Euro angehoben
- Neue Glasfaserprodukte senken Betriebskosten
- Quartalszahlen am 23. April im Fokus
Der finnische Netzwerkausrüster Nokia erlebt derzeit eine Neubewertung an der Börse. Während die Nachfrage nach KI-Infrastruktur und optischen Netzwerken das Geschäft antreibt, passen erste Analysten ihre Einschätzungen an die jüngste Kursrally an. Die schwedische Bank SEB stuft den Titel ab, hebt aber gleichzeitig das Kursziel deutlich an – ein scheinbarer Widerspruch, der sich mit einem Blick auf die aktuellen Produktoffensiven des Konzerns auflöst.
Die Experten der SEB Equities strichen am Donnerstag ihre Kaufempfehlung und votieren nun auf „Halten“. Gleichzeitig schraubten sie das Kursziel von 6,10 Euro auf 7,40 Euro nach oben. Diese Anpassung spiegelt die starke Marktentwicklung der vergangenen Monate wider. Mit einem aktuellen Kurs von 7,35 Euro notiert das Papier nur noch knapp zwei Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, angetrieben von einem Wertzuwachs von fast 32 Prozent seit Jahresbeginn. Die Analysten argumentieren, dass die positiven Aussichten im Bereich der optischen Netzwerke mittlerweile im Kurs eingepreist seien. Andere Häuser wie Jefferies halten hingegen an ihren Kaufempfehlungen fest.
Hardware für den KI-Zyklus
Hinter dem Optimismus vieler Marktbeobachter steht eine Reihe neuer Produktvorstellungen. Nokia positioniert sich gezielt als Ausrüster für den sogenannten KI-Superzyklus, der enorme Kapazitäten in Rechenzentren erfordert. Ein neuer optischer Verstärker soll ab der zweiten Jahreshälfte 2026 die Dichte in den Server-Racks um das Vierzigfache erhöhen.
Dabei profitiert der Konzern von der Übernahme des Spezialisten Infinera. Durch einen modularen Baukastenansatz lassen sich verschiedene Netzwerkkomponenten flexibel kombinieren. Kunden können dadurch ihre Gesamtbetriebskosten um bis zu 70 Prozent senken. Parallel dazu drängt das Unternehmen mit der neuen Glasfaserlösung „Aurelis“ tiefer in das Management von Rechenzentren vor. Das System reduziert die Anzahl der benötigten aktiven Switches um 90 Prozent und halbiert den Stromverbrauch – Argumente, die bei den Betreibern riesiger Serverfarmen auf offene Ohren stoßen und bereits zu über 700 Einsätzen in Unternehmensnetzwerken geführt haben.
Blick auf die kommenden Zahlen
Ob sich diese technologischen Fortschritte bereits im laufenden Geschäft niederschlagen, wird der 23. April zeigen. An diesem Tag präsentiert Nokia die Ergebnisse für das erste Quartal. Im Fokus der Investoren stehen dann neben der Monetarisierung der KI-Produkte auch Fortschritte bei der Entwicklung von 6G-Netzwerken. Zudem muss das Management beweisen, dass das interne Sparprogramm auf Kurs bleibt: Bis Ende 2026 sollen die Kosten um insgesamt 1,2 Milliarden Euro sinken.
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