Nokia Aktie: Zahlen im Fokus

Nokia erwartet steigende Umsätze im vierten Quartal, während der Gewinn je Aktie unter Druck gerät. Neue KI- und Forschungsprojekte in Kanada und Indien setzen langfristige Akzente.

Die Kernpunkte:
  • Ergebnisveröffentlichung für Q4 2025 am 29. Januar
  • Erwarteter Umsatzanstieg bei sinkender Profitabilität
  • Neues KI-Supercomputer-Projekt in Kanada gestartet
  • Pläne für Ausbau der Forschungsaktivitäten in Indien

Nokia steht vor einer wichtigen Wegmarke. Ende Januar legt der Netzwerkausrüster seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor – in einem Umfeld, in dem Wachstum teuer erkauft zu sein scheint. Parallel setzt das Unternehmen in Kanada und Indien gezielte strategische Akzente, die auf langfristige Verschiebungen im Geschäft mit Hochleistungsnetzen und Forschung hinweisen. Wie passt das zusammen?

Erwartungen an den Quartalsbericht

Der zentrale Termin für Anleger ist der 29. Januar 2026. Dann veröffentlicht Nokia vor Börsenbeginn die Ergebnisse für Q4 und das Gesamtjahr 2025, anschließend folgt eine Analysten‑ und Investorenkonferenz.

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Analysten rechnen für das vierte Quartal mit einem Umsatz von rund 6,95 Milliarden US‑Dollar. Das wäre ein Plus gegenüber den 6,38 Milliarden US‑Dollar im Vorjahreszeitraum und spräche zunächst für eine solide Nachfrage nach Netzwerktechnik.

Auf der Gewinnseite sieht es dagegen zurückhaltender aus: Der Konsens für den Gewinn je Aktie liegt bei 0,17 US‑Dollar nach 0,19 US‑Dollar in Q4 2024. Höherer Umsatz bei sinkendem Ergebnis je Aktie deutet auf Margendruck hin – etwa durch intensiven Wettbewerb und höhere Kosten in der Wertschöpfungskette.

Für den Markt wird daher nicht nur die absolute Zahlenhöhe entscheidend sein, sondern vor allem die Einordnung nach Segmenten. Besonders der Bereich Mobile Networks steht im Fokus, weil hier traditionell der Preisdruck am stärksten ist. Ebenso wichtig: der Ausblick für 2026 und Hinweise darauf, ob sich die Profitabilität wieder verbessern kann.

Neue Akzente bei KI und Forschung

Kurz vor den Zahlen hat Nokia zwei Projekte vorgestellt, die die strategische Stoßrichtung unterstreichen.

Am 23. Januar 2026 meldete das Unternehmen gemeinsam mit Hypertec die Inbetriebnahme des Nibi‑Supercomputer‑Clusters an der University of Waterloo in Kanada. Es handelt sich um Nokias erste AI‑HPC‑Netzwerkimplementierung dieser Art in Nordamerika. Der Cluster soll jährlich mehr als 4.000 Forschende unterstützen.

Technisch bringt Nokia hier seine Data‑Center‑Fabric‑Technologie ein, Hypertec steuert Know‑how bei KI‑Infrastruktur und Systemintegration bei. Finanzielle Effekte sind kurzfristig begrenzt, doch das Projekt zeigt, dass Nokia sich im wachstumsstarken Feld leistungsfähiger Rechenzentrums‑Netzwerke positionieren will – einem Bereich, der von KI‑Anwendungen stark getrieben wird.

Ebenfalls am 23. Januar wurden am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos Pläne für eine Ausweitung der Aktivitäten im indischen Bundesstaat Karnataka bekannt. Nokia hat dort bereits ein großes Forschungszentrum in Bengaluru und signalisiert nun Interesse an einem Global Capability Centre (GCC) sowie weiteren Forschungseinrichtungen, möglicherweise auch in Städten der zweiten Reihe. Das würde den Zugang zu qualifizierten Fachkräften in einem wichtigen Wachstumsmarkt weiter ausbauen.

Einordnung und Ausblick

Operativ bleibt der kommende Zahlenbericht das dominierende Ereignis für die Aktie. Er wird zeigen, ob Nokia trotz makroökonomisch anspruchsvollem Umfeld weiter wachsen kann, ohne die Profitabilität zu stark zu belasten. Die erwartete Kombination aus steigenden Umsätzen und rückläufigem Gewinn je Aktie macht deutlich, dass der Sektor insgesamt mit anhaltendem Margendruck zu kämpfen hat.

Am Markt spiegelt sich diese Gemengelage in einer eher verhaltenen Entwicklung wider: Auf Wochensicht bewegt sich der Kurs seitwärts, auf Monatssicht steht ein spürlicher Rückgang, während die Aktie im Zwölfmonatsvergleich noch deutlich im Plus liegt. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 5,73 Euro und damit klar oberhalb des 200‑Tage‑Durchschnitts, was trotz jüngster Schwäche einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend signalisiert.

Strategisch ergänzen die neuen Initiativen in Kanada und Indien dieses Bild. Das KI‑Supercomputer‑Projekt unterstreicht die Ambition im Bereich High‑Performance‑Netzwerke, die geplante Expansion in Karnataka stärkt Forschung und operative Präsenz in einem Schlüsselmarkt. Entscheidend wird nun, wie das Management am 29. Januar diese langfristigen Projekte mit konkreten Zielen für Umsatz, Margen und Investitionen im Jahr 2026 verknüpft.

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