Nokia: Aktionäre strafen Aktie ab

Der Netzwerkausrüster Nokia gab heute seine Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres bekannt. Berauschend fielen diese nicht aus, zumal die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt werden konnten.

© Nokia
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Nokia verzeichnet starken Gewinneinbruch

Nokia verzeichnete eine deutliche Zurückhaltung vieler Kunden mit Blick auf Bestellungen. Der Umsatz im Konzern sank um 11% auf 5,67 Mrd. Euro. Das EBIT ging um fast die Hälfte auf 332 Mio. Euro zurück.

Sparen ist angesagt

In der Folge will der Konzern bis zu 15.000 Stellen streichen. Zugleich sah man sich gezwungen, dass Sparziel um rund 300 Mio. Euro auf nun 1,2 Mrd. Euro bis zum Jahr 2018 zu erhöhen.

Durch die Übernahme von Alcatel-Lucent, was man sich 15,6 Mrd. Euro kosten ließ, will das Unternehmen seine Position auch gegenüber dem Konkurrenten Ericsson deutlich stärken. Branchenkenner sehen den Markt für Telekomnetze jedoch derzeit als schwierig an und rechnen erst für das Jahr 2020 wieder mit deutlich höheren Investitionen.

Aktie verliert an Boden

Die Aktien des Unternehmens liegen nach den Quartalszahlen heute im Minus. Darin macht sich deutlich die Enttäuschung der Anteilseigner bemerkbar, welche sich offensichtlich mehr erhofft hatten. Inwiefern die Sparmaßnahmen des Konzerns hier greifen, werden die nächsten Monate zeigen.

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