Nokia: Kommt nach der Europhorie der (Kurs)-Kater?

Das Thema 5G war für den finnischen Netzwerkausrüster Nokia in den vergangenen Wochen kursbestimmend. Denn das Unternehmen konnte gleich mit zwei Aufträgen in den USA und in China aufwarten, wo der neue superschnelle Mobilfunkstandard 5G bereits eingeführt ist.

Und natürlich schwang in allen Kommentaren immer wieder die Hoffnung und Spekulation mit, dass Nokia auch im deutschen Markt, wo die 5G-Frequenzen erst im kommenden Jahr versteigert werden, als Ausrüster ebenfalls eine wichtige Rolle spielen kann.

Nokia unterbietet Konkurrenz

Zu diesem Themenbereich gehörte auch kürzlich eine Meldung aus dem Unternehmen selbst. Denn man kündigte an, seine Patente, die man im 5G-Bereich hält, für 3 Euro pro Gerät lizenzieren zu wollen. Das ist deutlich weniger als die Konkurrenten Ericsson und Qualcomm fordern. Dies kam in der Branche extrem gut an, da dadurch befürchtete langwierige Patentstreitigkeiten mit Hardware-Produzenten vermieden werden dürften. Allerdings:

Fällt Nokia auf das August-Tief?

Das daraus entstandene positive Momentum in der Aktie hat nun einen deutlichen Dämpfer bekommen. In den vergangenen Tagen misslang Nokia ein signifikanter Durchbruch durch die 100-Tage-Linie. Was zur Folge hatte, dass wieder Gewinnmitnahmen einsetzten. Diese haben aktuell den Wert sogar unter seine 50-Tage-Linie gedrückt. Damit steigt das Risiko, dass die Aktie noch einmal auf ihr Niveau von Mitte August zurückfällt, das bei rund 4,55 Euro lag.

Erster Versuch gescheitert

Was sicherlich aus charttechnischer Sicht noch problematischer ist: Mit dem jetzigen Rücksetzer scheint auch eine erste Chance vertan, aus dem seit Anfang Mai herrschenden Abwärtstrend nach oben auszubrechen. Anleger sollten sich in dieser Situation mit neuen Aktivitäten eher zurückhalten.

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