Nordex: 17 Milliarden Euro Auftragsbestand

Nordex übertrifft Erwartungen mit starkem Quartalsergebnis, bestätigt Prognose und verzeichnet Rekord-Auftragsbestand.

Die Kernpunkte:
  • EBITDA-Marge auf 8,2 Prozent gestiegen
  • Auftragsbestand erreicht 17 Milliarden Euro
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
  • Jahresziele von Unternehmensführung bestätigt

Nordex liefert zum Jahresauftakt die stärksten Quartalszahlen seit Jahren. Profitabilität, Umsatz und Auftragsbestand entwickeln sich besser als erwartet — und die Aktie hat das bereits eingepreist.

Marge verdoppelt, Gewinn versiebenfacht

Im ersten Quartal 2026 erzielte der Windanlagenbauer einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro — ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber war die höhere Installationsleistung. Die Fertigung in der Montage stieg um 23,5 Prozent auf 1.494 Megawatt.

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Noch deutlicher fiel die Ergebnisverbesserung aus. Das EBITDA kletterte um 64 Prozent auf 130,7 Millionen Euro. Die Marge verbesserte sich von 5,5 auf 8,2 Prozent. Unter dem Strich stand ein Konzernergebnis von 53,6 Millionen Euro — nach 7,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Auftragsbestand wächst auf 17 Milliarden Euro

Der Auftragsbestand erreichte zum 31. März einen Wert von 17 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von rund 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresstichtag. Davon entfallen 10,5 Milliarden Euro auf das Projektgeschäft und 6,5 Milliarden Euro auf Services.

Der Auftragseingang im Projektgeschäft fiel mit 1.869 Megawatt schwächer aus als im Vorjahr. Das Preisniveau blieb stabil: Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 0,91 Millionen Euro je Megawatt.

Der freie Cashflow war mit minus 98 Millionen Euro negativ. Das ist typisch für ein Quartal mit starkem Working-Capital-Aufbau vor anstehenden Installationen. Die Nettoliquidität lag bei 1,518 Milliarden Euro.

Analysten uneins über das Kurspotenzial

CEO José Luis Blanco bestätigte die Jahresprognose: Nordex erwartet einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro sowie eine EBITDA-Marge von 8 bis 11 Prozent.

Die Reaktion an der Börse war eindeutig. Die Aktie stieg nach den Zahlen auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 47,58 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf rund 58 Prozent.

Analysten bewerten die Lage unterschiedlich. Jefferies hob das Kursziel auf 57 Euro an und bestätigte „Buy“. Berenberg sieht fair value bei 50 Euro. RBC bleibt mit einem Ziel von 38 Euro und „Underperform“ klar skeptisch — ebenso Bernstein mit „Market-Perform“ und einem Ziel von 40 Euro. Mehrere Experten merken an, dass das starke Kursplus der vergangenen Monate das kurzfristige Aufwärtspotenzial bereits begrenzt.

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