Nordex Aktie: 10,6 Prozent Umsatzplus im ersten Quartal
Trotz Umsatz- und Margensteigerung verliert die Nordex-Aktie an Wert. Der Auftragsbestand gibt Rückenwind für die kommenden Monate.

- Umsatzplus von 10,6 Prozent
- EBITDA-Marge auf 8,2 Prozent gestiegen
- Auftragsbestand von 17 Milliarden Euro
- Halbjahresbericht am 29. Juli 2026
Starke Quartalszahlen, bestätigte Jahresprognose — und trotzdem Kursdruck. Bei Nordex klaffen operative Stärke und Marktreaktion gerade deutlich auseinander.
IR-Termin statt neuer Zahlen
Am 27. Mai nahm Nordex an der „European Champions Conference 2026″ der Deutschen Bank in Frankfurt teil. Der Termin fällt in die Kategorie Investorenkommunikation — neue Geschäftszahlen gab es nicht. Als Gesprächsgrundlage diente das erste Quartal 2026, das Nordex zuletzt mit einem Umsatzplus von 10,6 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro abgeschlossen hatte.
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Bemerkenswert ist vor allem die Margenentwicklung: Die EBITDA-Marge stieg auf 8,2 Prozent, nach 5,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis kletterte von 7,9 Millionen Euro auf 53,6 Millionen Euro. Nordex bestätigte anschließend die Prognose für das Gesamtjahr.
Auftragsbestand als Rückenwind
Strukturell steht der Windenergie-Konzern solide da. Der Auftragsbestand belief sich zum 31. März auf 17,0 Milliarden Euro — aufgeteilt in 10,5 Milliarden Euro im Projektgeschäft und 6,5 Milliarden Euro im Service. Das gibt Planungssicherheit für die kommenden Quartale.
Am Markt verfing das alles zuletzt nicht. Der Schlusskurs lag gestern bei 41,24 Euro, auf Monatssicht steht ein Minus von fast 14 Prozent — und der Abstand zum Mitte April erreichten 52-Wochen-Hoch von 49,42 Euro beträgt inzwischen rund 16 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie mit gut 37 Prozent dennoch klar im Plus.
Halbjahresbericht als nächster Prüfstein
Der nächste harte Datenpunkt ist der 29. Juli 2026, wenn Nordex den Halbjahresfinanzbericht vorlegt. Dann wird sich zeigen, ob die EBITDA-Marge von 8,2 Prozent aus dem ersten Quartal keine Eintagsfliege war — oder ob der Windenergie-Konzern den Margenhochlauf tatsächlich verstetigen kann. Die Quartalsmitteilung für das dritte Quartal folgt am 30. Oktober.
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