Nordex Aktie: 1,6 Gigawatt Aufträge

Trotz voller Auftragsbücher verliert die Nordex-Aktie über 7 Prozent. Anleger realisieren Gewinne nach monatelanger Rallye.

Die Kernpunkte:
  • Kursverlust von über sieben Prozent
  • Anleger nehmen Gewinne nach Rallye mit
  • Auftragseingang von 1,6 Gigawatt im Quartal
  • Fokus auf Quartalszahlen Ende Juli

Volle Auftragsbücher helfen am Montag wenig. Die Nordex-Aktie knickt massiv ein, obwohl der Windradbauer operativ abliefert. Viele Anleger ziehen nach der monatelangen Rallye nun im großen Stil Gewinne ab.

Gewinnmitnahmen belasten den Kurs

Die Aktie verliert zum Wochenstart 7,35 Prozent und fällt auf 42,60 Euro. Damit entfernt sich der Titel weiter von seinem April-Hoch bei 51,10 Euro. Der Markt testet nun die charttechnische Unterstützung im Bereich von 42,50 Euro.

Diese Korrektur trifft auf eine zuvor heißgelaufene Aktie. Auf Jahressicht summiert sich der Zuwachs trotz des Rücksetzers auf rund 136 Prozent. Seit Januar steht immer noch ein Plus von 42 Prozent in den Büchern.

Volle Orderbücher gegen Analystenskepsis

Operativ läuft es beim Hamburger Konzern derweil rund. Nordex sammelte allein im zweiten Quartal Aufträge über rund 1,6 Gigawatt ein. Große Projekte in den USA und Deutschland füllen die Kapazitäten für die kommenden Jahre.

Das sorgt für gespaltene Lager bei den Banken. Die Deutsche Bank sieht das Kursziel bei 61 Euro und rät zum Kauf. Die Experten von RBC bleiben hingegen vorsichtig.

Die kanadische Bank stuft das Papier weiterhin als „Underperform“ ein. Sie hob ihr Ziel zwar leicht auf 38 Euro an. Allerdings warnen die Analysten vor der hohen Bewertung nach dem steilen Kursanstieg der vergangenen Monate.

Fokus auf den Quartalsbericht

Anleger warten nun gespannt auf die detaillierten Zahlen für das zweite Quartal. Die Veröffentlichung ist für Ende Juli geplant. Hier muss der Konzern beweisen, dass die vielen Aufträge auch die Margen spürbar steigern.

Marktteilnehmer spekulieren bereits über eine mögliche Anhebung der Jahresziele für 2026. Bis dahin stützt der 200-Tage-Durchschnitt bei 35,83 Euro den langfristigen Aufwärtstrend. Das aktuelle Kursniveau bietet kurzfristig eine erste harte Bewährungsprobe für die Käuferseite.

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