Nordex Aktie: 228 Megawatt für Europa

35 Windenergieanlagen stärken Nordex’ Auftragsbestand; Goldman Sachs und Deutsche Bank erhöhen ihre Kursziele leicht.

Die Kernpunkte:
  • 35 Turbinen mit rund 228 Megawatt
  • Serviceverträge laufen bis zu 25 Jahre
  • Goldman Sachs hebt Kursziel leicht an
  • Deutsche Bank setzt höheres Kursziel

Nordex füllt sein Auftragsbuch weiter auf. Der Windturbinenhersteller meldet mehrere Bestellungen aus Süd-, Mittel- und Osteuropa, die Ende September eingingen. Zusätzlich haben zwei Analysten ihre Kursziele leicht angehoben.

Kleinteilige Aufträge, lange Servicelaufzeiten

Es geht um 35 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 228 Megawatt. Nordex liefert und errichtet die Turbinen der Typen N175/6.X, N163/6.X und N149/4.X. Kunden und Projekte nennt der Konzern nicht.

Die Verträge enthalten Serviceleistungen mit Laufzeiten von bis zu 25 Jahren. Solche Vereinbarungen sichern über Jahrzehnte planbare Erlöse und stabilisieren das Geschäft jenseits der Turbinenlieferung.

Ein Teil der Anlagen kommt in Kaltklima-Ausführung. Sie erhalten das Anti-Icing-System AIS, das den Betrieb auch bei Vereisung ermöglichen soll. Nach Unternehmensangaben senkt es vereisungsbedingte Produktionsverluste um bis zu 80 Prozent. Der Nutzen liegt im Winter, wenn Strompreise und Nachfrage vergleichsweise hoch sind.

Analysten bleiben konstruktiv

Goldman Sachs hebt das Kursziel von 52,60 auf 52,80 Euro und bestätigt die Kaufempfehlung. Analyst Ajay Patel sieht Nordex im Rückenwind der gesamten Branche. Ein wachsender Auftragsbestand und bessere Verkaufspreise dürften die Margen weiter verbessern.

Die Deutsche Bank erhöht ihr Ziel von 58 auf 59 Euro und belässt die Einstufung bei „Buy“. Analyst John Kim blickt auf den Quartalsbericht, der am 5. November erwartet wird. Projektverzögerungen erschwerten es Nordex, die Jahresziele anzuheben, so seine Einschätzung. Dennoch rechnet er mit starken Margen.

Beide Anpassungen fallen minimal aus. Das Signal ist weniger eine Neubewertung als eine Bestätigung des bestehenden Bildes: Die Nachfrage läuft, die Profitabilität soll folgen, die Projektabwicklung bleibt der Dämpfer.

Am 5. November legt Nordex die Zahlen zum dritten Quartal vor. Dann zeigt sich, ob die Margenerholung sichtbar wird und ob die Verzögerungen eine Prognoseanhebung tatsächlich verhindern.

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