Nordex Aktie: 30-Jahres-Vertrag verpufft
Nordex sichert sich langfristige Serviceeinnahmen in Serbien, doch Analysten halten trotz Kurszielanhebung an einer Verkaufsempfehlung fest, da der Aktienkurs bereits stark gestiegen ist.

- Neuer Windpark-Auftrag in Serbien mit 70 MW
- Servicevertrag über 30 Jahre plus Verlängerungsoption
- RBC hebt Kursziel an, belässt aber Underperform-Einstufung
- Aktie notiert trotz Rücksetzers über 50-Tage-Linie
Ein neuer Großauftrag in Serbien inklusive eines außergewöhnlich langen Servicevertrags sollte eigentlich für Feierstimmung sorgen. Stattdessen reagieren Anleger am Dienstag verhalten auf die jüngsten operativen Erfolge des Windanlagenbauers. Ein Blick auf eine frische Analystenbewertung liefert den Grund für die abkühlende Stimmung.
Planbarkeit durch Langzeit-Service
Die Nordex Group baut ihre Präsenz in Südosteuropa aus und liefert elf Anlagen des Typs N175/6.X für den Windpark Jasikovo nach Ostserbien. Bemerkenswert ist bei dieser Meldung weniger die reine Kapazität, sondern die langfristige vertragliche Bindung. Sie sichert dem Unternehmen über Jahrzehnte planbare Einnahmen abseits des oft zyklischen Projektgeschäfts.
Die Eckdaten des Vorhabens:
– Gesamtkapazität: 70 Megawatt (MW)
– Servicevertrag: 30 Jahre feste Laufzeit (plus 5 Jahre Verlängerungsoption)
– Montagebeginn: April 2027
– Geplante Inbetriebnahme: Juli 2027
Analysten bremsen die Euphorie
Trotz dieser operativen Fortschritte gab die Aktie am Dienstag um 2,73 Prozent auf 43,40 Euro nach. Verantwortlich für die Zurückhaltung dürfte eine neue Einschätzung des Analysehauses RBC sein. Die Experten hoben ihr Kursziel zwar deutlich von zuvor 26 auf nun 35 Euro an, beließen die Einstufung aber auf „Underperform“.
Diese scheinbar widersprüchliche Anpassung ergibt bei einem Blick auf die jüngste Kurshistorie Sinn. Mit einem massiven Kursplus von rund 180 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten ist der Titel dem neuen Analystenziel bereits weit enteilt. Das aktuelle Kursniveau liegt schlichtweg über dem, was RBC dem Unternehmen fundamental zutraut, weshalb die Verkaufsempfehlung bestehen bleibt.
Stabilitätsanker im volatilen Umfeld
In einem von schwankenden Strompreisen und politischen Diskussionen um europäische Klimaziele geprägten Marktumfeld werden Wartungsverträge über drei Jahrzehnte zu einem entscheidenden strategischen Vorteil. Sie federn Risiken ab, die durch kurzfristige Verschiebungen im Erzeugungsmix oder regulatorische Anpassungen entstehen.
Charttechnisch präsentiert sich das Papier trotz des aktuellen Rücksetzers weiterhin robust. Mit dem aktuellen Kurs notiert der Titel komfortabel über der 50-Tage-Linie von 37,27 Euro, was den intakten Aufwärtstrend der vergangenen Monate untermauert.
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