Nordex Aktie: Allzeithoch!

Der Windkraftanlagenbauer Nordex meldet für 2025 einen Nettogewinn von 274 Millionen Euro und kündigt eine Aktionärsausschüttung ab 2027 an. Die Aktie erreicht ihr höchstes Niveau seit über 20 Jahren.

Die Kernpunkte:
  • Nettogewinn vervielfacht sich auf 274 Millionen Euro
  • Erste Aktionärsausschüttung ab dem Jahr 2027 geplant
  • Auftragsbestand erreicht 16,1 Milliarden Euro
  • Analysten heben Kursziele nach Quartalsbericht an

Der Hamburger Windkraftanlagenbauer Nordex hat im Geschäftsjahr 2025 eindrucksvoll bewiesen, dass der Turnaround nachhaltig gelungen ist. Mit einem Nettogewinn von 274 Millionen Euro – nach mageren 9 Millionen Euro im Vorjahr – und der angekündigten Aktionärsausschüttung ab 2027 hat das Unternehmen die höchste Kursbewertung seit über 20 Jahren erreicht.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Das operative Ergebnis (EBIT) vervielfachte sich von 115 auf 450 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge verdoppelte sich nahezu auf 8,4 Prozent. Besonders bemerkenswert entwickelte sich das Schlussquartal, in dem der Umsatz um 16 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro kletterte. Das EBITDA schoss im vierten Quartal um 188 Prozent auf 307 Millionen Euro nach oben – eine Marge von 12,1 Prozent.

Der freie Cashflow erreichte für das Gesamtjahr beachtliche 863 Millionen Euro. Die Netto-Cash-Position beträgt nun 1,62 Milliarden Euro.

Rekordaufträge schaffen Planungssicherheit

Mit 10,2 Gigawatt verzeichnete Nordex einen neuen Höchststand beim Auftragseingang. Allein im vierten Quartal kamen 3,6 Gigawatt hinzu, was einem Plus von gut 9 Prozent entspricht. Der Gesamtwert dieser Neuaufträge belief sich auf 3,2 Milliarden Euro und verteilte sich über 12 Länder.

Der Auftragsbestand erreichte zum Jahresende 16,1 Milliarden Euro und bietet damit erhebliche Visibilität für die kommenden Jahre. Das Preisumfeld blieb stabil – ein wichtiges Signal in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt.

Die Delta4000-Plattform entwickelt sich zum strategischen Erfolgsgaranten. Mit einem Marktanteil von 48 Prozent in Europa und 18 Prozent weltweit (ohne China) hat sich Nordex als führender Anbieter außerhalb Asiens positioniert.

Ambitionierte Ziele und erste Ausschüttung

Für 2026 peilt das Management einen Konzernumsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an, bei einer EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0 Prozent. Bemerkenswert: Das mittelfristige Margenziel wurde von rund 8 Prozent auf 10 bis 12 Prozent angehoben.

Ab 2027 sollen Aktionäre erstmals von den Erfolgen profitieren. Geplant ist eine jährliche Mindestrendite von 50 Millionen Euro durch Dividenden oder Aktienrückkäufe. Die Verzögerung erklärt sich durch unterschiedliche Bilanzierungsstandards zwischen IFRS und deutschem HGB, die sich 2026 angleichen sollen.

Analysten heben Kursziele deutlich an

Die Börse reagierte euphorisch. Nach Vorlage der Zahlen sprang die Aktie um über 15 Prozent auf 40,46 Euro und markierte damit den höchsten Stand seit Mitte 2002. In der Folge kletterte der Kurs bis auf 44,28 Euro – das höchste Niveau seit Mai 2002.

Jefferies hob das Kursziel von 38 auf 50 Euro an und sprach von einem „hervorragenden vierten Quartal“. Analyst Constantin Hesse zeigte sich auch vom Jahresausblick und der mittelfristigen Prognose beeindruckt. Goldman Sachs erhöhte das Kursziel von 34,50 auf 46,10 Euro.

RBC-Analyst Colin Moody sieht Potenzial für steigende Konsensschätzungen im mittleren zehnprozentigen Bereich. Allerdings kritisierte er die aus seiner Sicht konservative Ausschüttungspolitik angesichts des starken freien Cashflows.

Nicht alle teilen den Optimismus: Die Hedgefonds D. E. Shaw und LMR Partners haben ihre Shortpositionen Ende Februar auf 1,02 Prozent beziehungsweise 0,63 Prozent aufgestockt.

Servicegeschäft als stabiler Ertragspfeiler

Das oft unterschätzte Servicesegment erreichte die angestrebte EBIT-Marge von 19 Prozent. Mit 13.868 Windturbinen unter Serviceverträgen – insgesamt 48,3 Gigawatt installierte Leistung – verfügt Nordex über eine wachsende Basis wiederkehrender Erträge. Die durchschnittliche Turbinenverfügbarkeit lag bei 97 Prozent, ein Beleg für die technische Zuverlässigkeit der Anlagen.

Nordex hat die operative Transformation früher als erwartet abgeschlossen und sich als profitabler Marktführer in Europa etabliert. Die Kombination aus vollem Auftragsbuch, angehobenen Margenzielen und geplanter Aktionärsvergütung hat die Messlatte für die kommenden Quartale entsprechend hochgelegt.

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